1. FC Heidenheim steckt nach 13 sieglosen Spielen tief in der Bundesliga-Krise
Maximilian BrandtHeidenheim Frustration Nach Abseits-Pech: 'Wahnsinn' und 'Blödsinn' - 1. FC Heidenheim steckt nach 13 sieglosen Spielen tief in der Bundesliga-Krise
1. FC Heidenheims Abstiegssorgen vertiefen sich nach dem 13. Spiel in Folge ohne Sieg
Die Krise des 1. FC Heidenheim in der Bundesliga hat sich weiter zugespitzt: Nach dem 13. Spiel in Serie ohne Sieg mehren sich die Zweifel am Klassenerhalt. Eine schwache Offensive und eine umstrittene Abseitsentscheidung verschärften die Lage des Teams.
Heidenheim begann die Partie schwach und schuf in der ersten Halbzeit kaum nennenswerte Torchancen. Die Offensive wirkte ideenlos – ein wiederkehrendes Problem, da die Mannschaft seit Langem auf eine tiefstehende Defensive und weite Bälle setzt, statt kreativen Fußball zu spielen. Die Daten unterstreichen dies: Mit durchschnittlich nur 31,72 Metern Abstand zwischen dem letzten Feldspieler und dem eigenen Tor liegt Heidenheim ligaweit auf dem letzten Platz. Zudem führt das Team mit 1.132 langen Pässen die Statistik an.
Eintracht Frankfurt hatte es in der 73. Minute noch leichter, als Heidenheims Kapitän Robin Koch mit der zweiten Gelben Karte des Platzes verwiesen wurde. Trotz der zahlenmäßigen Überlegenheit blieb die Offensive der Gäste harmlos. Die beste Chance ergab sich durch Sirlord Conteh, dessen Tor jedoch aufgrund einer haardünnen Abseitsentscheidung des halbautomatischen Systems aberkannt wurde.
Nach dem Spiel bezeichnete Conteh die Technologie als "völligen Unsinn", während Trainer Frank Schmidt die Entscheidung als "Wahnsinn" kritisierte. Schmidt übt auch Selbstkritik und moniert die inkonsistente Defensive seiner Mannschaft, die maßgeblich zur aktuellen Negativserie beiträgt. Seit zwei Jahren hat sich taktisch kaum etwas verändert: Mit nur 41,4 Prozent Ballbesitz – ligaweit der zweitniedrigste Wert – fehlt es an Spielaufbau und offensiver Entfaltung.
Das Unentschieden bringt Heidenheim zwar zehn Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, doch die aktuelle Form gibt wenig Anlass zur Hoffnung. Ohne Ansätze einer offensiven Verbesserung und mit einer wackeligen Abwehr werden die Chancen auf den Klassenerhalt von Woche zu Woche geringer.