08 May 2026, 10:16

Abschied von der Agostea: Kult-Nachtclub wird Stück für Stück versteigert

Ein Geschäftsinnenraum mit einem zentralen Retro-Arcade-Automaten, einer Glasvitrine auf der rechten Seite und einer retro-stylischen Beleuchtung mit Schränken, einem Fernseher und anderen Gegenständen im Hintergrund.

Abschied von der Agostea: Kult-Nachtclub wird Stück für Stück versteigert

Der legendäre Nachtclub Agostea in Koblenz verschwindet langsam, Stück für Stück – seine Inneneinrichtung kommt unter den Hammer. Auktionen locken Bieter aus ganz Europa an, die sich ein Andenken an den Kultort sichern wollen. Doch was mit dem Gelände selbst passiert, bleibt ungewiss: Die Pläne für die Zukunft sind noch in Arbeit.

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Ende März fand die erste Versteigerung statt, bei der unter anderem eine Ritterrüstung und eine Slush-Eis-Maschine an den Höchstbietenden gingen. Das Ereignis weckte Interesse in Belgien, Rumänien und der Schweiz – selbst ein Zürcher Ingenieur ließ sich ködern, der fälschlich annahm, es handele sich um das gleichnamige Koblenz in der Schweiz. Extra reiste er an, um seine neu ersteigerte Slush-Eis-Maschine abzuholen.

Die zweite Auktion, die noch bis zum 13. Mai läuft, bietet über 100 weitere Objekte an. Fans können auf nostalgische Stücke wie eine Discokugel, eine Konfettikanone oder sogar einen Massagetisch bieten. Viele dieser Exponate bleiben in Koblenz: Lokale Betriebe erwerben die Erinnerungsstücke, um das Andenken an den Club zu bewahren.

Der einstige „Stadl“-Bereich der Agostea ist mittlerweile kaum noch wiederzuerkennen – die Räumung schreitet voran. Die Erlöse aus den Versteigerungen fließen in den Rückbau der bestehenden Bauten und ebnen den Weg für eine neue Idee. Ein gastronomisches Konzept gehört zu den Überlegungen, doch über Format und Betreiber wurde noch nicht endgültig entschieden.

Während die Auktionen weiterlaufen, verteilt sich das materielle Erbe der Agostea in alle Winde. Das Gelände selbst wartet noch auf eine neue Bestimmung, die Pläne sind noch in der Diskussion. Bis dahin lebt die Geschichte des Clubs weiter – in den verstreuten Objekten quer durch Europa und in den Erinnerungen all jener, die einst seine Tanzflächen füllten.

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