Bauwirtschaft zwischen Wachstum im Tiefbau und schwachem Wohnungsbau unter Druck
Maximilian BrandtBauwirtschaft zwischen Wachstum im Tiefbau und schwachem Wohnungsbau unter Druck
Die Bauwirtschaft zeigt in den letzten Monaten eine gemischte Entwicklung. Während einige Bereiche zulegen, hinken andere weiterhin den Vorjahreswerten hinterher. Steigende Materialkosten setzen die gesamte Branche zusätzlich unter Druck.
Im April führte der Tiefbau die positive Entwicklung an und steigerte die Umsätze in allen drei Hauptsegmenten. Die Erlöse im Gewerbehochbau stiegen um 6,8 Prozent – angetrieben durch eine starke Nachfrage nach gewerblichen Tiefbauprojekten. Auch der öffentliche Bausektor verzeichnete ein Plus, wobei der Tiefbau eine Schlüsselrolle spielte.
Der Wohnungsbau zeigte im April erste Anzeichen einer Erholung. Sowohl Umsatz als auch Neuaufträge überstiegen erstmals seit Monaten die Vorjahreswerte. Dennoch liegt der kumulierte Wohnungsbauumsatz seit Jahresbeginn weiterhin 4,6 Prozent unter dem Niveau von 2023.
Insgesamt blieb der Branchenumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stabil. Die Neuaufträge hingegen legten um 1,8 Prozent im Jahresvergleich zu.
Die Materialpreise schnellen in die Höhe: Allein Bitumen verteuerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 31,2 Prozent. Die steigenden Kosten drücken die Margen der Unternehmen in allen Bereichen der Bauwirtschaft. Trotz einzelner Wachstumsimpulse bleibt die Lage für die Branche anspruchsvoll.
