26 April 2026, 08:17

Bergische IHK warnt in Berlin vor industriellem Niedergang und Reformstau

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck geben sich die Hand vor einem Banner mit der Aufschrift "EU-Gipfel".

Bergische IHK warnt in Berlin vor industriellem Niedergang und Reformstau

Vertreter der Bergischen Industrie- und Handelskammer (IHK) haben in dieser Woche regionale Wirtschaftsbelange nach Berlin getragen. Dort trafen sie sich mit Stefan Rouenhoff, Parlamentarischem Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, sowie Abgeordneten, um über die wirtschaftlichen Schwierigkeiten Deutschlands zu sprechen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen tiefe Sorgen über den industriellen Niedergang, steigende Kosten und den globalen Wettbewerb.

An dem Treffen nahmen führende Vertreter der IHK-Spitze teil, darunter Präsident Henner Pasch sowie die Vizepräsidenten Roman Diederichs und Andreas Groß. Pasch betonte die Bedeutung mittelständischer Industrieunternehmen und bezeichnete sie als Rückgrat von Wirtschaft und Gesellschaft. Diederichs forderte unterdessen eine engere Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft, um die anhaltenden Herausforderungen zu bewältigen.

Die Teilnehmer konzentrierten sich auf drängende Probleme: explodierende Strompreise, die Bedrohung durch die Erbschaftsteuer für familiengeführte Unternehmen sowie die Belastung der Sozialsysteme durch die schwächelnde Industrie. Groß kritisierte die deutsche Zögerlichkeit und warf dem Land vor, es fehle der Mut, unpopuläre, aber notwendige Reformen durchzusetzen. Einig war man sich darin, dass Reformen zwar unverzichtbar sind, der Erfolg jedoch vom Tempo der Veränderungen abhängt.

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Trotz unterschiedlicher Auffassungen zu den Lösungsansätzen war die Runde sich über die Schwere der aktuellen Wirtschaftslage einig. Bestehende und geplante Regierungsmaßnahmen wurden oft skeptisch bewertet. Am Ende verpflichteten sich sowohl die IHK als auch die politischen Vertreter zu einem fortgesetzten offenen Dialog.

Die Gespräche in Berlin unterstrichen den Druck auf den deutschen Industriestandort. Die Sorgen um Energiepreise, Steuerlasten und den globalen Wettbewerb bleiben ungelöst – die Wirtschaft fordert schnelleres Handeln. Weitere Treffen sind geplant, um diese Herausforderungen weiterhin direkt anzugehen.

Quelle