Berliner Polizist wegen Betrugs vor Gericht: Falsche Papiere und vorgetäuschte Krankheit
Paul MeyerBerliner Polizist wegen Betrugs vor Gericht: Falsche Papiere und vorgetäuschte Krankheit
Ein Berliner Polizist muss sich wegen mehrfachen gewerbsmäßigen Betrugs vor Gericht verantworten. Die Vorwürfe umfassen die Fälschung eines Sportabzeichens zur Erlangung einer Beförderung sowie das wiederholte Vortäuschen von Dienstunfähigkeit. Der Prozess findet vor dem Amtsgericht Tiergarten statt.
Im Jahr 2020 reichte der Beamte gefälschte Unterlagen ein, die ihm die Verleihung des Deutschen Sportabzeichens in Gold bescheinigten. Auf Grundlage dieser Urkundenfälschung wurde er befördert und erhielt eine Gehaltserhöhung. Durch diese Täuschung entstand der Polizei ein Schaden von rund 7.700 Euro.
Darüber hinaus soll der Polizist mehrmals vorgetäuscht haben, dienstunfähig zu sein. Spätere Untersuchungen ergaben jedoch, dass er arbeitsfähig war. Diese falschen Angaben führten bis Mai 2026 zu unberechtigten Zahlungen in Höhe von schätzungsweise 11.600 Euro.
Die Staatsanwaltschaft fordert nun die Rückzahlung von insgesamt etwa 19.300 Euro. Diese Summe setzt sich zusammen aus der Gehaltserhöhung aufgrund des gefälschten Abzeichens sowie den Kosten, die durch die vorgetäuschte Dienstunfähigkeit entstanden sind.
Der Beamte wird in drei Fällen wegen gewerbsmäßigen Betrugs angeklagt. Das Gericht muss entscheiden, ob er den von der Staatsanwaltschaft geforderten Gesamtbetrag zurückerstatten muss. Der Fall zeigt die finanziellen Auswirkungen des mutmaßlichen Betrugs auf die Berliner Polizei auf.






