30 May 2026, 20:15

BGH bestätigt Freilassung der Hammerbande-Anführerin Lina E.

Verurteilte deutsche Linksradikale Lina E. frühzeitig entlassen

BGH bestätigt Freilassung der Hammerbande-Anführerin Lina E.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die vorzeitige Entlassung von Lina E., der verurteilten Anführerin der linksextremistischen Gruppe Hammerbande, bestätigt. Sie hatte etwa zwei Drittel einer fünfjährigen Haftstrafe wegen Gründung einer gewalttätigen Vereinigung und der Durchführung von Anschlägen verbüßt. Der Fall hat bundesweit große Aufmerksamkeit erregt – nicht nur wegen der brutalen Methoden der Gruppe, sondern auch wegen der politischen Spannungen, die damit verbunden sind.

Zwischen 2018 und 2020 richtete sich die Hammerbande gegen mutmaßliche Rechtsextremisten und Neonazis in Ostdeutschland. Mitglieder der Gruppe führten Hinterhalte mit Waffen wie Hämmer, Eisenstangen und Pfefferspray durch, bei denen Opfer schwer verletzt wurden. Lina E. wurde als Anführerin der Gruppe verurteilt, zudem in mehreren Fällen wegen gefährlicher Körperverletzung, Urkundenfälschung, Diebstahls und Nötigung.

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Ihr Prozess vor dem Oberlandesgericht Dresden fand unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt, da die Behörden Ausschreitungen und politische Gewalt befürchteten. Nach ihrer Verurteilung 2022 kam es in mehreren Städten zu Protesten, die in Auseinandersetzungen mit der Polizei und Sachbeschädigungen mündeten.

2024 wurde Lina E. vorzeitig aus der Haft entlassen, nachdem Gefängnisbehörden sie als nicht mehr gefährlich einstufen. Als Gründe wurden ihre Distanzierung von Gewalt, ihr vorbildliches Verhalten in Haft und eine positive Prognose für ihr zukünftiges Verhalten genannt. Die Bundesanwaltschaft legte gegen die Entscheidung Beschwerde ein, doch der BGH wies diese zurück und bestätigte damit ihre Freilassung.

Das Urteil bedeutet, dass Lina E. auf freiem Fuß bleibt, nachdem sie rund dreieinhalb Jahre ihrer Strafe – einschließlich Untersuchungshaft – verbüßt hat. Der Fall war von Sicherheitsbedenken und öffentlichen Unruhen begleitet. Er wirft erneut grundsätzliche Fragen auf: Wie geht Deutschland mit Extremismus um, wie mit Gerechtigkeit – und welche Rolle spielt die Resozialisierung?

Quelle