Boris Palmer verlässt die Grünen – und spricht über Befreiung und Widerspruch

Boris Palmer verlässt die Grünen – und spricht über Befreiung und Widerspruch
Der ehemalige Grünen-Politiker Boris Palmer hat sich offen über seinen Austritt aus der politischen Partei geäußert. Er bezeichnete die Entscheidung als die schwerste seines Lebens, gibt aber an, sich nun von inneren Konflikten befreit zu fühlen. Sein Rückzug erfolgte nach disziplinarischen Maßnahmen wegen umstrittenen Äußerungen, darunter der Vorwurf, das sogenannte "N-Wort" verwendet zu haben.
Palmer verließ die Grünen nach einer Suspendierung wegen des Verdachts rassistischer Sprache. Die Parteiführung hatte ein Parteiausschlussverfahren eingeleitet, das schließlich zu seinem Austritt führte. Dennoch betonte er, er würde zurückkehren, falls sich die Gelegenheit böte.
Seit seinem Rückzug argumentiert Palmer, dass bestimmte Wörter – darunter das "N-Wort" – nicht aus dem Sprachgebrauch verbannt werden sollten. Er lehnt die Vorstellung ab, dass dieser Begriff von Natur aus schlimmer sei als andere beleidigende Ausdrücke, und kritisiert, was er als übertriebene Moralvorstellungen über einzelne Wörter ansieht. Über die Kontroverse hinaus äußerte Palmer Bedenken hinsichtlich der Ausrichtung der Grünen. Er ist überzeugt, dass Deutschland weiterhin eine starke ökologische politische Partei braucht, stellt aber die aktuellen Umfragewerte der Grünen und ihre kurze Zeit in der Bundesregierung infrage. Seine Äußerungen deuten auf Frustration über die inneren Parteistrukturen hin, die er nun als "all das Drama" bezeichnet, dem er sich nicht mehr stellen müsse.
Unterdessen bleibt die Bundestagsfraktion der Grünen unter der Führung der Ko-Vorsitzenden Katharina Dröge und Britta Haßelmann unverändert. Veränderungen in der nationalen Parteiführung im Zusammenhang mit Palmers Austritt wurden nicht bekannt.
Palmers Abgang markiert das Ende einer von Konflikten geprägten Phase – sowohl für ihn als auch für die Grünen. Während er weiterhin seine Wortwahl verteidigt und eine mögliche Rückkehr nicht ausschließt, hat die Partei bisher keine Anzeichen für eine Änderung ihrer Haltung in dieser Angelegenheit gezeigt.

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