14 April 2026, 00:23

Brandenburgs Schulen kämpfen mit Rekordlehrkräftemangel und politischer Schuldzuweisung

Schüler marschieren in Berlin mit einem bunt bemalten "Students for Future"-Schild vor einem Hintergrund aus Gebäuden, Bäumen und Himmel.

Brandenburgs Schulen kämpfen mit Rekordlehrkräftemangel und politischer Schuldzuweisung

Brandenburgs Bildungssystem steht vor schweren Belastungen, da ein Rekordlehrkräftemangel bestehende Probleme verschärft. Die Sahra-Wagenknecht-Allianz (BSW) hat nun ihren ehemaligen Koalitionspartner, die SPD, für eine Politik scharf kritisiert, die die Krise verschlimmert habe. Die Landesvorsitzende Friederike Benda bezeichnete die Lage als ein "offenkundiges Versagen der langfristigen Planung".

Die aktuelle Krise geht auf Stellenkürzungen zurück, die während der SPD-BSW-Regierung beschlossen wurden. Die damaligen SPD-Minister Steffen Freiberg und Robert Crumbach trieben Einsparungen voran, darunter den Wegfall von 345 Vollzeitstellen für Lehrkräfte im Haushalt 2025. Seit dem zweiten Halbjahr des Schuljahres müssen zudem die meisten Lehrerinnen und Lehrer eine zusätzliche Stunde pro Woche unterrichten.

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Der neue Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) machte den Lehrkräftemangel für die verschärften Bedingungen verantwortlich. Er argumentierte, frühere Personalabbaumaßnahmen hätten die Schulen in eine handlungsunfähige Situation gebracht. Doch Benda wies seine Vorwürfe als "lächerlich" zurück und bestritt, dass die Probleme auf eine kurze Amtszeit zurückzuführen seien.

Stattdessen verwies sie auf Jahrzehnte falscher Entscheidungen von CDU und SPD. Benda betonte, 30 Jahre Fehlplanung hätten das heutige Chaos verursacht. Sie räumte ein, dass die Unterstützung der BSW für die SPD-Bildungspolitik ein Fehler gewesen sei, der die Lage zusätzlich verkompliziert habe.

Der Streit offenbart tiefe Gräben in der brandenburgischen Bildungspolitik. Die Schulen kämpfen mit weniger Personal, steigenden Arbeitsbelastungen und wachsender Instabilität. Da keine schnelle Lösung in Sicht ist, wird die Krise Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler weiterhin belasten.

Quelle