13 April 2026, 02:15

Bühnenarbeiter kämpfen bei 36 Stage XL für faire Arbeitsbedingungen und Sicherheit

Plakat mit einem Foto von Cantus Collin und Konrad Junghänel, das Konzertdetails zeigt.

Bühnenarbeiter kämpfen bei 36 Stage XL für faire Arbeitsbedingungen und Sicherheit

Beschäftigte des Berliner Unternehmens 36 Stage XL, das auf Bühnenbau und -management spezialisiert ist, haben sich zu einer Initiative zusammengeschlossen, um bessere Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Die Gruppe, die mit der anarchosyndikalistischen Gewerkschaft FAU verbunden ist, fordert stabile Verträge, die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften sowie höhere Sicherheitsstandards. Ihre Kampagne rückt langjährige Missstände in der Veranstaltungsbranche in den Fokus, in der prekäre Beschäftigungsverhältnisse weit verbreitet sind.

Vojta C., ein Bühnenarbeiter des Unternehmens, war zunächst über einen Minijob beschäftigt. Nachdem er auf ausstehende Lohnzahlungen hingewiesen hatte, wurden seine Schichten fast vollständig gestrichen. Ein weiterer Mitarbeiter, German Garcia, war über einen befristeten Vertrag ohne garantierte Arbeitszeiten oder Sozialversicherungsschutz angestellt. Als er krankheitsbedingt ausfiel, erhielt er kein Krankengeld und geriet in finanzielle Not.

Die FAU stellt die Rechtmäßigkeit der Verträge von 36 Stage XL infrage. Eine von der Gewerkschaft in Auftrag gegebene rechtliche Prüfung deutet darauf hin, dass die Vertragsbedingungen gegen Arbeitsgesetze verstoßen könnten. Das Unternehmen räumte zwar die Bedenken der Beschäftigten ein und erklärte, man überprüfe derzeit interne Strukturen.

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Um Branchenkolleginnen und -kollegen zu unterstützen, hat die FAU die Kampagne Stage Workers United ins Leben gerufen – eine Online-Initiative, die Betroffenen Ressourcen und Solidarität anbietet. Ziel ist es, strukturelle Probleme der Branche anzugehen, darunter unsichere Verträge, körperliche Überlastung und mangelnde Arbeitssicherheit.

Die Forderungen der Initiative konzentrieren sich auf sichere Arbeitsverhältnisse, faire Bezahlung und bessere Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz. 36 Stage XL gab an, die eigenen Praktiken zu überprüfen, konkrete Änderungen stehen jedoch noch aus. Die Kampagne spiegelt die übergreifenden Herausforderungen in der Eventproduktion wider, wo prekäre Bedingungen nach wie vor an der Tagesordnung sind.

Quelle