10 March 2026, 12:17

Bundeswehr genehmigt Joint Venture für 155-mm-Granatenproduktion in Deutschland

Das Wappen von Hamburg, Deutschland, zeigt zwei Figuren mit Waffen, die ein zentrales Schild flankieren, mit Text darunter.

Kartellamt ebnet Weg für neuen Artillerie-Munitionshersteller - Bundeswehr genehmigt Joint Venture für 155-mm-Granatenproduktion in Deutschland

Ein neues Joint Venture zwischen Nammo und Diehl Defence hat die Zustimmung des Bundeswehr erhalten. Die Partnerschaft wird 155-Millimeter-Artilleriegranaten herstellen und markiert damit Nammos ersten Produktionsstandort in Deutschland. Die Wettbewerbsbehörde kam zu dem Schluss, dass die Vereinbarung den Wettbewerb nicht beeinträchtigt, sondern den Markt sogar stärken könnte.

Die Zusammenarbeit folgt einem großen Auftrag der Bundeswehr, der eine formelle Partnerschaft erforderlich machte, um die Nachfrage zu decken. Diehl Defence mit Sitz in Überlingen hatte bisher nur begrenzt Granaten produziert, verfügte aber nicht über die Kapazitäten, die Produktion allein hochzufahren. Nammo, ein führender norwegischer Rüstungskonzern, bringt geistiges Eigentum und Schlüsselkomponenten in das Projekt ein.

Das Bundeswehr erteilte am 10. März 2026 die endgültige Freigabe, sodass Diehl nun eine dedizierte Produktionsstätte errichten kann. Bisher unterhielt Nammo keine deutschen Fertigungsstandorte für Artilleriemunition. Mit diesem Vorhaben erhält das Unternehmen direkten Zugang zu einem Markt, der lange von Rheinmetall dominiert wurde.

Diehl wird seine Produktion nun deutlich ausweiten und dabei auf das Branchenwissen von Nammo zurückgreifen. Der Schritt verschärft den Wettbewerb für Rheinmetall, das im deutschen Rüstungssektor bisher weniger Konkurrenten gegenüberstand.

Die Herstellung der 155-Millimeter-Granaten hat noch nicht begonnen, da Diehl die neue Anlage vorbereitet. Das Joint Venture zielt darauf ab, die Anforderungen der Bundeswehr zu erfüllen und gleichzeitig die deutsche Rüstungsproduktion neu zu gestalten. Die Wettbewerbsbehörde erwartet, dass die Partnerschaft die Markteffizienz steigert, ohne den Wettbewerb einzuschränken.

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