Bundeswehr-Kauf von 902 Diesel-Tankcontainern wegen explodierender Kosten gestoppt
Finn BauerBundeswehr-Kauf von 902 Diesel-Tankcontainern wegen explodierender Kosten gestoppt
Deutsche Abgeordnete haben die Pläne des Verteidigungsministeriums für den Kauf von 902 Dieselkraftstoff-Tankcontainern vorerst gestoppt. Der Beschluss folgt auf einen drastischen Kostenanstieg im Vergleich zu früheren Beschaffungen. Das Projekt sollte bis 2029 die Litauen-Brigade und die militärische Logistik insgesamt unterstützen.
2021 hatte das Ministerium 153 ähnliche Container für 21,8 Millionen Euro erworben – ein Stückpreis von etwa 142.000 Euro. Beim jüngsten Deal hätte sich der Preis pro Einheit jedoch mehr als verdoppelt und läge bei rund 291.000 Euro. Die Gesamtkosten für 902 Container waren mit 262,67 Millionen Euro inklusive Mehrwertsteuer veranschlagt.
Der zugrundeliegende Rahmenvertrag für diese Beschaffung könnte langfristig bis zu 4.200 Container umfassen. Bei vollständiger Ausschöpfung könnte das Gesamtvolumen fast 902 Millionen Euro erreichen. Die Auslieferung der ersten Charge war bis 2029 geplant, um die Treibstofftransportkapazitäten zu stärken.
Haushaltspolitiker griffen ein, nachdem sie den deutlichen Preisanstieg bemerkt hatten. Ihre Entscheidung, das Projekt zu stoppen, bedeutet, dass die Beschaffung nun einer weiteren Prüfung unterzogen wird, bevor eine endgültige Freigabe erteilt wird.
Die Unterbrechung der Beschaffung lässt die Logistikpläne des Verteidigungsministeriums in der Schwebe. Die Container sollten die Treibstoffversorgung für Truppen verbessern, insbesondere für die in Litauen stationierten Einheiten. Weitere Schritte hängen nun davon ab, wie die von den Abgeordneten vorgebrachten Kostenvorbehalte geklärt werden.






