Bundeswehr reformiert Reservisten: Höhere Altersgrenze und weniger Arbeitgeber-Blockaden
Maximilian BrandtBundeswehr reformiert Reservisten: Höhere Altersgrenze und weniger Arbeitgeber-Blockaden
Bundeswehrminister will neue Strategie für Reservisten vorstellen
Diese Woche wird Deutschlands Verteidigungsminister eine neue Strategie für die militärischen Reservisten vorlegen. Der Plan sieht vor, die Altersgrenze für den Dienst zu erhöhen und den Arbeitgebern das Recht zu entziehen, Einberufungen zu blockieren. Mit diesen Änderungen soll die Reserve des Landes in den kommenden Jahren gestärkt werden.
Verteidigungsminister Boris Pistorius wird noch in diesem Sommer das Reservistenstärkungsgesetz vorstellen. Ein zentraler Vorschlag ist die Anhebung der Höchstaltersgrenze für Reservistinnen und Reservisten von 65 auf 70 Jahre. Begründet wird dies mit der besseren Gesundheit der älteren Generation und der steigenden Regelaltersgrenze.
Bisher können Arbeitgeber verhindern, dass Reservisten an Übungen teilnehmen. Künftig soll dieses freiwillige Prinzip abgeschafft werden. Stattdessen verlieren Unternehmen das Recht, Widerspruch gegen die Einberufung von Mitarbeitenden einzulegen.
Die Reformen sehen zudem eine bessere Ausstattung und sinnvollere Ausbildungsinhalte für Reservisten vor. Geplant sind feste jährliche Ziele für die Anzahl der an Übungen beteiligten Reservistinnen und Reservisten. Zudem sollen sowohl jüngere als auch ältere Rekruten gezielt gefördert werden, um eine ausgewogene Truppe zu gewährleisten.
Mit der überarbeiteten Strategie will die Bundesregierung die Erfahrungen und beruflichen Kompetenzen der Reservisten besser nutzen. Durch den Wegfall der Arbeitgeber-Einwände und die höhere Altersgrenze soll ein zuverlässigeres Reservistensystem entstehen. Die genauen Regelungen werden in dem anstehenden Gesetzesentwurf festgehalten.






