CDU-Chef Heuer weist AfD-Nähe-Vorwürfe zurück: "Keine Absprachen mit Siegmund"
Jakob BraunCDU-Chef Heuer weist AfD-Nähe-Vorwürfe zurück: "Keine Absprachen mit Siegmund"
Guido Heuer, Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag von Sachsen-Anhalt, hat Vorwürfe einer Absprache mit Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD, zurückgewiesen. Er bezeichnete die Anschuldigungen als irreführend und betonte, sich nicht von der öffentlichen Wahrnehmung ihrer Beziehung einschränken zu lassen. Ein Foto und ein Video von einer Wahlveranstaltung, so Heuer, vermittelten einen falschen Eindruck ihres Austauschs.
Heuer räumte ein, dass die Situation missverstanden werden könne, wies jedoch die Vorstellung zurück, mit Siegmund in besonderer Nähe zu stehen. Den Umgang mit der AfD bezeichnete er als Dilemma: Die Partei gelte zwar als rechtsextrem, sei aber demokratisch in den Landtag gewählt.
Zur Verteidigung führte Heuer an, dass die Herkunft parlamentarischer Unterstützung keine Rolle spielen dürfe. Eine politische Position bleibe richtig – unabhängig davon, wer sie unterstütze. Er lade alle Fraktionen, einschließlich der AfD, ein, die CDU-Positionen im Landtag zu befürworten.
Heuer betonte, die CDU müsse die AfD inhaltlich bekämpfen, dabei aber die parlamentarischen Spielregeln einhalten. Die öffentliche Aufmerksamkeit für den Vorfall kritisierte er als unangemessen, da sie von zentralen Themen wie Bürokratieabbau und Fachkräftemangel ablenke.
Der CDU-Politiker hat seine Haltung deutlich gemacht: Parlamentarische Zusammenarbeit bedeute keine inhaltliche Nähe. Dennoch überlagert die Debatte weiterhin andere drängende politische Fragen in Sachsen-Anhalt.






