CDU Solingen fordert Aufklärung über Mobbing in Schulen und Kitas
Die CDU in Solingen hat eine Anfrage zur Aufklärung über Mobbing in örtlichen Schulen und Kitas eingereicht. Damit soll das Thema weiter oben auf die politische Agenda der Stadt gesetzt werden, indem die aktuellen Präventionsmaßnahmen und deren Wirksamkeit überprüft werden.
Zwei zentrale Ausschüsse werden sich nun mit den Erkenntnissen befassen und dabei sowohl klassisches Mobbing als auch die zunehmenden digitalen Konflikte in Schulchatgruppen unter die Lupe nehmen.
Ziel der Anfrage ist es, detaillierte Informationen darüber zu erhalten, wie verbreitet Mobbing in Solinger Kitas und Schulen ist. Bundesweite Studien wie der Cyberlife-IV-Bericht von 2022 zeigen, dass etwa 16,7 % der 8- bis 21-Jährigen von Mobbing betroffen sind. Übertragen auf Solingen könnten das rund 2.800 Kinder sein.
Die CDU fordert zudem Klarheit über die aktuelle Personalsituation in Kitas und Grundschulen. Gefragt wird, wie viele interne Fachkräfte oder externe Anbieter derzeit in der Prävention tätig sind und nach welchen Kriterien der langfristige Erfolg dieser Programme gemessen wird.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Mangel an lokalen Daten zu Cybermobbing. Zwar verdeutlichen bundesweite Zahlen – etwa die 21 % der 15-Jährigen, die in der PISA-Studie 2022 von häufigem Mobbing berichteten – das Ausmaß des Problems, doch in Solingen gibt es keine erfassten Statistiken zu Beschwerden über digitale Gewalt in den vergangenen drei Jahren.
Mit ihrer Initiative will die CDU eine breite Debatte anstoßen, wie die Stadt ihre Anti-Mobbing-Strategien stärken und Jugendliche sowohl offline als auch online besser schützen kann.
Die Anfrage wird nun in zwei Ausschüssen beraten und rückt das Thema damit auf die politische Tagesordnung Solingens. Bei Erfolg könnten die Ergebnisse zu verbesserten Präventionsmaßnahmen und einer systematischeren Datenerfassung zu Mobbing in der Stadt führen.
Der Vorstoß der CDU spiegelt die wachsende Sorge wider, dass es eine Lücke zwischen bundesweiten Trends und lokalem Handeln gibt – besonders angesichts der steigenden Zahl digitaler Konflikte in Schulchatgruppen.






