14 June 2026, 02:24

Daimler beantragt Kronzeugenstatus im EU-Kartellverfahren – BMW reagiert verärgert

Daimler-Chef: Selbstanzeige kein Schuldeingeständnis

Daimler beantragt Kronzeugenstatus im EU-Kartellverfahren – BMW reagiert verärgert

Daimler hat in einem laufenden EU-Kartellverfahren den Status eines Hinweisgebers beantragt. Der Fall wird seit zwei Jahren geprüft, wobei die vorläufigen Ermittlungen noch andauern. Das Unternehmen betont, dass dieser Schritt keine Schuldzuweisung bedeute.

Daimler-Chef Dieter Zetsche nahm bei einer Veranstaltung in Stuttgart erstmals öffentlich zu den Vorwürfen Stellung. Er bestätigte den Antrag, machte jedoch keine Angaben dazu, wann dieser eingereicht wurde. Das Unternehmen unterstrich, dass die Selbstanzeige nicht als Beweis für Fehlverhalten gewertet werden dürfe.

Die Gespräche unter den deutschen Autobauern hatten sich vor allem auf technische Standards und damit zusammenhängende Themen konzentriert. BMW zeigte sich jedoch verärgert und verwirrt über das Vorgehen Daimlers. Infolge dessen wurden gemeinsame Projekte der beiden Konzerne vorerst ausgesetzt.

BMW-Chef Harald Krüger sollte kürzlich auf einem Gipfeltreffen sprechen, musste seine Teilnahme jedoch wegen einer Erkrankung absagen.

Die EU führt weiterhin vorläufige Untersuchungen zu dem angeblichen Kartell durch. Daimlers Antrag auf Milde bleibt Gegenstand der Prüfung. Das Ergebnis hängt von den Erkenntnissen der laufenden Überprüfung ab.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle