07 June 2026, 20:15

Deutschland kämpft um Olympische Spiele – drei Städte im Rennen um 2036, 2040 und 2044

Steinmeier unterstützt nun die deutsche Olympia-Bewerbung für 2036

Deutschland kämpft um Olympische Spiele – drei Städte im Rennen um 2036, 2040 und 2044

Deutschland intensiviert seine Bemühungen, die Olympischen Spiele erneut auszurichten – und erhält dabei starke Unterstützung von der politischen Führung. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich öffentlich dafür ausgesprochen, das Sportereignis mehr als 50 Jahre nach München 1972 wieder nach Deutschland zu holen. Gleichzeitig haben wichtige Städte bereits die öffentliche Zustimmung für ihre Bewerbungen gesichert und bereiten damit den Weg für eine offizielle Entscheidung im Jahr 2026.

Drei große deutsche Regionen – München, das Rhein-Ruhr-Gebiet mit Köln sowie Berlin – haben jeweils eine Zwei-Drittel-Mehrheit für ihre Olympischen Bewerbungen erreicht. München zielt auf die Spiele 2036 ab, das Rhein-Ruhr-Gebiet bewirbt sich für 2040, und Berlin hat 2044 im Visier. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird am 26. September 2026 die offizielle Kandidatenstadt für jede dieser Ausgaben bestimmen.

Präsident Steinmeier hat deutlich gemacht, wie sehr er sich für die Ausrichtung der Spiele einsetzt – insbesondere für die Jahre 2040 oder 2044. Eine Bewerbung für 2036 schließt er jedoch nicht aus, trotz des sensiblen Jubiläums der Berliner Olympischen Spiele von 1936. Er betonte, dass der deutsche Sport die historische Bedeutung des Jahres 2036 unabhängig vom Austragungsort verantwortungsvoll angehen werde.

Otto Fricke, Präsident des DOSB, begrüßte die Unterstützung Steinmeiers. Er erklärte, dass die Rückendeckung des Bundespräsidenten die Chancen aller drei Bewerberregionen stärke. Fricke versicherte zudem, dass die deutschen Sportverantwortlichen einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Erbe von 1936 anstreben.

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Deutschlands Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Katar, lange als Favorit für die Spiele 2036 gehandelt, mit wachsender Unsicherheit konfrontiert ist. Die anhaltenden Konflikte in der Region, darunter der Iran-Krieg und jüngste Angriffe, haben Zweifel an dessen Eignung als Gastgeber geweckt. Diese Entwicklung eröffnet Deutschland die Möglichkeit, sich als starke Alternative zu positionieren.

Die endgültige Entscheidung des DOSB im Jahr 2026 wird zeigen, welche deutsche Stadt ihre Bewerbung vorantreibt. Mit gesicherter öffentlicher Unterstützung und der Rückendeckung des Bundespräsidenten ist Deutschland nun ein ernstzunehmender Anwärter für künftige Spiele. Das Ergebnis könnte die internationale Olympische Landschaft prägen – insbesondere, wenn sich die Herausforderungen für Katar weiter verschärfen.

Quelle