Deutschland und Frankreich entwickeln revolutionären Hybridantrieb für Zukunftspanzer
Jakob BraunRolls-Royce und ZF entwickeln Hybridantrieb für Kampfpanzer - Deutschland und Frankreich entwickeln revolutionären Hybridantrieb für Zukunftspanzer
Deutschland und Frankreich entwickeln ein neues Hybridantriebssystem für ihren Kampfpanzer der nächsten Generation. Das Projekt, geleitet von Rolls-Royce Power Systems und ZF, zielt auf die Schaffung eines Hochleistungsmotors ab, der den militärischen Anforderungen gerecht wird. Erste Prototypen könnten noch vor Ende des Jahrzehnts getestet werden.
Das Hybridantriebssystem wird so konzipiert, dass es extreme Lastschwankungen bewältigen kann und dabei mehr als 1.400 Kilowatt Leistung liefert – genug, um ein kleines Dorf zu versorgen. Rolls-Royce Power Systems ist für die Hauptantriebseinheit verantwortlich, während ZF die elektrifizierten Lenk- und Getriebekomponenten entwickelt.
Die aktuellen Panzerflotten beider Länder werden derzeit aufgerüstet, um den Übergang vorzubereiten. In Deutschland erhöht Krauss-Maffei Wegmann die Produktion des Leopard 2A8, von dem über 300 Einheiten im Einsatz sind und zwischen 2025 und 2026 weitere 35 bestellt wurden. Frankreich konzentriert sich unterdessen auf die Modernisierung seiner Leclerc-Flotte zum Modell XLR, wobei bis 2027 mehr als 200 Fahrzeuge aufgerüstet werden sollen.
Das neue Main Ground Combat System (MGCS) soll bis 2040 sowohl den Leopard 2 als auch den Leclerc ersetzen. Falls die Tests wie geplant verlaufen, könnte die Serienproduktion des MGCS Anfang der 2030er Jahre beginnen.
Das Hybridantriebssystem stellt einen bedeutenden Schritt zur Modernisierung der europäischen Panzertruppen dar. Sobald es einsatzbereit ist, wird es die Leistung und Zuverlässigkeit bieten, die für zukünftige Gefechtszenarien erforderlich sind. Das Projekt bleibt im Zeitplan, erste Tests werden vor 2030 erwartet.