11 May 2026, 00:22

Deutschland will US-Raketen kaufen – doch wird Washington zustimmen?

Ein Plakat mit einem Soldaten in einem Helm und einer Militäruniform, der eine Waffe hält, mit der Aufschrift "Investiere in die Invasion, kaufe Kriegsanleihen" darüber.

Deutschland will US-Raketen kaufen – doch wird Washington zustimmen?

Deutschland drängt auf den Kauf modernster Raketensysteme aus den USA, da die Sorge über die militärischen Verpflichtungen Amerikas in Europa wächst. Das Verteidigungsministerium hat eine vorläufige Anfrage für Marsflugkörper vom Typ Tomahawk sowie die Abschusssysteme Typhon eingereicht, um eine Lücke in den europäischen Langstreckenfähigkeiten zu schließen.

Die deutsche Regierung beabsichtigt, drei bodengebundene Typhon-Startanlagen sowie 400 Tomahawk Block VB-Marschflugkörper zu erwerben. Beamte sind sogar bereit, einen Aufpreis zu zahlen, um die Lieferung zu beschleunigen – derzeit fehlt Europa eine vergleichbare Langstreckenraketenabwehr.

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Verteidigungsminister Boris Pistorius plant in Kürze einen Besuch in Washington, um über das mögliche Geschäft zu verhandeln. Das Ministerium prüft zudem den Kauf bereits vorhandener Systeme, statt auf die Neuproduktion zu warten. Allerdings zweifelt Carlo Masala, Professor für internationale Politik, am Erfolg des Vorhabens.

Der erneute Vorstoß Berlins erfolgt vor dem Hintergrund von Befürchtungen, die USA könnten ihr militärisches Engagement in Europa zurückfahren. Die Bundesregierung sieht in dem Kauf eine Möglichkeit, die eigene Verteidigung zu stärken und gleichzeitig die transatlantischen Sicherheitsbindungen aufrechtzuerhalten.

Sollte der Deal genehmigt werden, würde Deutschland damit eine bedeutende Langstrecken-Schlagfähigkeit erlangen. Die Typhon-Systeme und Tomahawks könnten zudem allgemeine Lücken in der europäischen Verteidigung schließen. Der Ausgang hängt nun von der Zustimmung der USA und den Produktionszeitplänen ab.

Quelle