07 June 2026, 02:16

DGB fordert Pflicht-Rente für alle Arbeitnehmer – wer zahlt mit?

Rentenreform: DGB-Chefin Fahimi fordert verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer mit Arbeitgeberzuschuss

DGB fordert Pflicht-Rente für alle Arbeitnehmer – wer zahlt mit?

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert die Einführung einer verpflichtenden betrieblichen Altersvorsorge für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Land. Derzeit verfügen etwa 20 Millionen Beschäftigte über keine solche Absicherung – oft, weil ihre Arbeitgeber nicht an Tarifverträge gebunden sind. Der DGB plant, bis Ende des Monats konkrete Vorschläge vorzulegen.

DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi betonte, dass ein neues Rentensystem ergänzend ausgestaltet und gemeinsam von Arbeitgebern finanziert werden müsse. Die vorgeschlagenen Beitragssätze seien angemessen, insbesondere im Vergleich zu anderen europäischen Ländern. In den meisten dieser Staaten lägen die Pflichtbeiträge zur betrieblichen Altersvorsorge bei 20 Prozent oder höher, wobei Arbeitgeber in der Regel den größeren Anteil übernähmen.

Fahimi räumte ein, dass es angesichts der angespannten wirtschaftlichen und finanziellen Lage Widerstände geben könnte. Dennoch sei der DGB bereit, betriebliche Altersvorsorge über Tarifverhandlungen auszuhandeln. Für Unternehmen ohne Betriebsratsvertretung könnte der Vorschlag vorsehen, dass Beschäftigte unter vereinfachten Bedingungen bestehenden Systemen beitreten können.

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Die Gewerkschaftsführerin bestand darauf, dass Arbeitgeber einen Teil der finanziellen Verantwortung tragen müssten. Eine vollständige Belastung der Arbeitnehmer würde, so ihre Warnung, die Fairness und Nachhaltigkeit des Systems untergraben.

Mit der Forderung nach einer verpflichtenden betrieblichen Altersvorsorge will der DGB eine Lücke schließen, die Millionen Beschäftigte betrifft. Sollte der Plan umgesetzt werden, wären Arbeitgeberbeiträge erforderlich, und die Regelung könnte auch nicht tarifgebundene Betriebe erfassen. Die vollständigen Vorschläge wird der DGB noch vor Monatsende vorlegen.

Quelle