19 June 2026, 20:13

Dörings Debatten-Boykott gegen FDP-Generalsekretär sorgt für Eklat

Rückzug aus der Debatte

Dörings Debatten-Boykott gegen FDP-Generalsekretär sorgt für Eklat

Sabine Döring hat eine geplante Debatte mit FDP-Generalsekretär Martin Hagen abgesagt. Die Veranstaltung sollte in der Friedrich-Naumann-Stiftung stattfinden. Ihre Entscheidung folgt auf ein kürzlich geführtes Interview Hagens mit der Jungen Freiheit, einer Zeitung, die Döring entschieden ablehnt.

Mit ihrem Rückzug will Döring die Unterstützung für Hagen untergraben. Sie hält seine Zusammenarbeit mit der Jungen Freiheit für inakzeptabel und lehnt daher eine Teilnahme an der Diskussion ab. Die Zeitung steht wegen ihrer politischen Ausrichtung seit Langem in der Kritik, und Dörings Schritt wird von jenen gelobt, die zuvor den Niedergang der FDP im Bundestag begrüßt hatten.

Hagens Interview war scharf und pointiert. Er griff die AfD an, bedauerte zugleich aber auch den Verlust der Debattenkultur. Die Ironie, dass Döring ihm nach seinen Äußerungen zur Diskussion nun die Debatte verweigert, ist vielen nicht entgangen.

Auch andere FDP-Politiker haben bereits mit der Jungen Freiheit kooperiert – sei es durch Interviews oder Gastbeiträge. Die Partei kämpft darum, Wähler zu halten, von denen viele in den vergangenen Jahren zur AfD gewechselt sind. Innerhalb der FDP gibt es Stimmen, die eine Annäherung an AfD-Anhänger als notwendige Wahlstrategie betrachten, doch Wissenschaftler und Kritiker verurteilen diesen Kurs scharf.

Dörings Entscheidung könnte ihren künftigen Einfluss schwächen. Die FDP bleibt in einer schwierigen Lage: Sie muss ihre politischen Taktiken abwägen, ohne Teile ihrer eigenen Basis zu verprellen. Die abgesagte Debatte unterstreicht die anhaltenden Spannungen innerhalb der Partei über ihre Ausrichtung und Bündnisse.

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