29 April 2026, 16:29

Dorns Steuerplan: Spitzensteuersatz soll ab 210.000 Euro greifen – SPD widerspricht

Eine Europakarte mit Farben, die die höchsten Grenzsteuersätze pro Land anzeigen, mit der Überschrift "Höchste Grenzsteuersätze in Europa."

Dorns Steuerplan: Spitzensteuersatz soll ab 210.000 Euro greifen – SPD widerspricht

Der CSU-Politiker Florian Dorn hat einen neuen Steuerplan vorgelegt, der die Grenze für den Spitzensteuersatz anpasst. Statt wie bisher bei 278.000 Euro soll dieser künftig bereits ab 210.000 Euro greifen. Sein Vorstoß stößt jedoch bereits auf Widerstand der SPD, den er als unbegründet zurückweist.

Dorn verteidigte zudem separate Steuerentlastungen, die speziell auf Besserverdiener abzielen. Seiner Ansicht nach spiegeln diese Änderungen besser wider, wo die Mittelschicht tatsächlich anzusiedeln ist.

Sein Plan sieht vor, die Einkommensgrenze für den Höchststeuersatz zu senken. Demnach müssten alle, die mehr als 210.000 Euro verdienen, höhere Abgaben leisten – statt wie bisher erst ab 278.000 Euro. Kritiker, vor allem aus den Reihen der SPD, hinterfragen, ob diese Verschärfung Spitzenverdiener unangemessen belastet.

Dorn entgegnete, dass die reichsten zehn Prozent bereits fast 60 Prozent des gesamten Steueraufkommens tragen. Diese hohe Belastung rechtfertige eine Überprüfung der Steuerprogression, so der Politiker. Seine Argumentation erstreckt sich auch auf die Definition der Mittelschicht, die er deutlich weiter fasst als allgemein angenommen.

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Laut Dorn gehören selbst Teile der obersten fünf Prozent der Einkommensbezieher noch zur Mittelschicht. Diese Sichtweise prägt seinen Ansatz bei der Steuerentlastung für höhere Einkommen. Er betont, dass die Anpassung der Grenzen zu einem gerechteren System führe – auch wenn Gegner die Logik seiner Reformen infrage stellen.

Die geplanten Änderungen würden bedeuten, dass der Spitzensteuersatz früher greift, und zwar ab 210.000 Euro. Dorns Position unterstreicht die grundsätzliche Debatte darüber, wer zur Mittelschicht zählt und welchen Beitrag sie leisten sollte. Sein Plan wird nun von politischen Kontrahenten und Wirtschaftsexperten genau unter die Lupe genommen.

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