05 June 2026, 11:07

EU-Zollreform: Warum Online-Einkäufe aus Drittländern ab Juli teurer werden

Ab dem 1. Juli: Online-Einkauf bei Händlern außerhalb der EU wird teurer

EU-Zollreform: Warum Online-Einkäufe aus Drittländern ab Juli teurer werden

Online-Einkäufe bei Händlern außerhalb der EU werden teurer

Ab dem 1. Juli steigen die Kosten für Bestellungen aus Ländern außerhalb der Europäischen Union. Verbraucher müssen dann mit höheren Abgaben auf Einkäufe von Nicht-EU-Händlern rechnen. Die Änderungen betreffen auch die Erhebung von Zöllen und Steuern auf günstige Waren.

Bisher fallen für EU-Kunden in der Regel keine zusätzlichen Abgaben an – außer bei Produkten wie Kaffee, Alkohol oder Tabak. Doch ab dem 1. Juli gelten für alle Sendungen aus Drittländern strengere Regeln.

Neue Gebühren ab November 2026 Ab dem 1. November 2026 wird auf Lieferungen unter 150 Euro eine neue Zollpauschale fällig. Die Europäische Kommission legt die genaue Höhe fest, geplant ist jedoch eine Pauschale von 3 Euro pro Produktkategorie – zusätzlich zur Einfuhrumsatzsteuer. Dadurch könnte sich der Preis für günstige Artikel wie eine 7-Euro-Handyhülle nach Gebühren auf fast 20 Euro erhöhen.

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Bis etwa 2028 werden alle EU-Länder eingehende Sendungen vollständig kontrollieren. Dann fallen Zollabgaben bereits ab dem ersten Euro an. Bis dahin können Verbraucher einen Online-Zollrechner nutzen, um die voraussichtlichen Kosten zu berechnen.

Rücksendungen an Nicht-EU-Händler oft problematisch Die Rückgabe von Waren an Händler außerhalb der EU gestaltet sich häufig schwierig. Da der Verbraucherschutz begrenzt ist, sind Erstattungen, Garantieansprüche und Rücksendungen nur schwer durchsetzbar. Käufer sollten vor dem Kauf die Rechtshinweise und Lieferbedingungen des Händlers prüfen, um unerwartete Kosten zu vermeiden.

Fazit: Höhere Preise, mehr Bürokratie Die neuen Regeln erhöhen die Kosten für EU-Verbraucher, die bei Nicht-EU-Händlern bestellen. Vor dem Kauf lohnt es sich, den Standort des Händlers und mögliche Gebühren zu überprüfen. Zwar sollen die Änderungen Zollkontrollen vereinheitlichen, doch sie könnten vor allem kleine grenzüberschreitende Bestellungen unattraktiv machen.

Quelle