Euro-Office: Europas neue Open-Source-Alternative zu Microsoft startet durch
Paul MeyerEuro-Office: Europas neue Open-Source-Alternative zu Microsoft startet durch
Neue Open-Source-Bürosoftware: Euro-Office steht vor der Tür
Eine neue Open-Source-Bürosoftware namens Euro-Office ist in Arbeit. Entwickelt von Nextcloud, IONOS und weiteren Partnern, soll sie eine europäische Alternative zu Microsoft Office bieten. Die erste stabile Version wird voraussichtlich noch in diesem Sommer erscheinen; eine technische Vorschau ist bereits auf GitHub verfügbar.
Das Projekt basiert auf den Open-Source-Komponenten von OnlyOffice, das wegen seines modernen Designs gegenüber LibreOffice und Collabora ausgewählt wurde. Trotz der russischen Ursprünge von OnlyOffice wurden Sicherheitsbedenken durch eine gründliche Prüfung des Codes und den Neuaufbau nicht-offener Bestandteile ausgeräumt. So bleibt Euro-Office sicher und unabhängig.
Die neue Suite soll Collabora als Standard-Bürotool in Nextcloud und im IONOS Nextcloud Workspace ablösen. Zielgruppe sind sowohl kleine Unternehmen als auch Behörden und öffentliche Einrichtungen. Im Gegensatz zu anderen Open-Source-Lösungen wie openDesk setzen die Entwickler auf eine engere Verzahnung der Anwendungen und planen KI-gestützte Funktionen, um sich abzuheben.
Um die Entwicklung zu beschleunigen, werden Nextcloud und IONOS Dutzende neuer Entwickler einstellen. Das Ziel: eine voll funktionsfähige, benutzerfreundliche Alternative zu etablierten Büroprogrammen zu schaffen.
Der erste stabile Release von Euro-Office steht in den kommenden Monaten an. Mit Fokus auf Sicherheit, moderne Architektur und KI-Features könnte die Software zu einem zentralen Werkzeug für Unternehmen und Behörden werden. Das Projekt unterstreicht zudem das Bestreben Europas nach größerer digitaler Souveränität.






