Falsche Hoffnung: Wie "betrugsrecht.de" Betrugsopfer erneut in die Falle lockt
Jakob BraunFalsche Hoffnung: Wie "betrugsrecht.de" Betrugsopfer erneut in die Falle lockt
Betrugsmasche: Scheinbare Rückerstattungshilfe "betrugsrecht.de" lockt Opfer in neue Fallen
Eine gefälschte Rückerstattungsplattform namens betrugsrecht.de zielt auf Betrugsopfer ab und lockt sie mit falschen Versprechungen, verlorenes Geld zurückzuholen. Die Website behauptet, bei der Wiederbeschaffung von Geldern nach Krypto-Betrug, Anlagebetrug und anderen Finanzverbrechen zu helfen. Stattdessen werden die Geschädigten dazu gebracht, im Voraus noch mehr Geld zu zahlen – ohne dass jemals eine echte Rückerstattung erfolgt.
Der Betrug beginnt damit, dass sich betrugsrecht.de als spezialisierte Kanzlei für die Rückholung von Betrugsgeldern ausgibt. Angeboten werden Dienstleistungen für Anlagebetrug, Krypto-Scams, Liebesbetrug, Bankbetrug, Online-Shopping-Betrug und Unternehmensbetrug. Opfer werden mit erfundenen Erfolgsgeschichten und dem Versprechen einer einfachen Erstattung köderiert.
Sobald Kontakt aufgenommen wird, werden die Geschädigten angewiesen, ein Krypto-Konto bei Kraken zu eröffnen und mindestens 0,1 Bitcoin (etwa 6.000 Euro) einzuzahlen. Die Betrüger behaupten, diese Zahlung sei notwendig, um die Freigabe des ursprünglich verlorenen Geldes zu ermöglichen. Nach der Einzahlung verschwinden sie entweder oder verlangen zusätzliche Gebühren – die Opfer bleiben mit noch höheren Verlusten zurück.
Ermittlungen zeigen, dass unter der angegebenen Adresse der Website zwar mehrere Unternehmen registriert sind, jedoch keine Kanzlei dieses Namens existiert. Die Domain wurde am 24. Dezember 2025 verlängert, wobei die Eigentümerdaten verborgen bleiben. Die Fotos des angeblichen Teams sind KI-generiert, und der vermeintliche Gründer Dr. Thomas Weber ist im offiziellen deutschen Anwaltsverzeichnis nicht aufgeführt.
Deutsche Behörden haben zwischen 2024 und 2026 rund 1.200 ähnliche Fälle von Rückerstattungsbetrug registriert. Besonders im Jahr 2025 häuften sich die Meldungen mit über 500 Vorfällen allein in diesem Zeitraum. Polizei und Verbraucherschutzorganisationen warnen, dass die Wiederbeschaffung gestohlener Krypto-Gelder äußerst schwierig ist – was die Opfer anfälliger für Folgebetrug macht.
Der betrugsrecht.de-Schwindel nutzt gezielt Menschen aus, die bereits durch Betrug Geld verloren haben. Durch die Forderung nach Vorabzahlungen in Bitcoin verschärft er ihre finanzielle Notlage. Die Behörden verfolgen solche Machenschaften weiter, raten Opfern jedoch dringend, jeden Rückerstattungsdienst gründlich zu prüfen, bevor sie Geld überweisen.






