Familienunternehmen attackieren Bundesregierung zum Koalitionsjubiläum wegen gebrochener Versprechen
Maximilian BrandtFamilienunternehmen attackieren Bundesregierung zum Koalitionsjubiläum wegen gebrochener Versprechen
Stiftung Familienunternehmen und Politik übt scharfe Kritik an Bundesregierung zum ersten Jahrestag der schwarz-roten Koalition
Die Stiftung Familienunternehmen und Politik hat die Bundesregierung zum ersten Jahrestag der schwarz-roten Koalition scharf angegriffen. Laut der Organisation schwächelt die deutsche Wirtschaft, und zentrale Zusagen an die Unternehmen blieben unerfüllt. Die Warnungen spiegeln eine wachsende Verärgerung unter den familiengeführten Betrieben wider, die das Rückgrat des exportorientierten Wirtschaftsmodells Deutschlands bilden.
Die Stiftung, die über 600 mittelständische und große Familienunternehmen vertritt, wirft der Koalition vor, ihre wirtschaftlichen Versprechen nicht eingelöst zu haben. Die Unternehmen hatten hohe Erwartungen, doch bei der Bürokratieabbau oder der Senkung der Staatsausgaben gab es kaum Fortschritte. Vorstandsmitglied Rainer Kirchdörfer bezeichnete die Lage als dramatisch und erklärte, die deutsche Wirtschaft „blute langsam und leise aus“.
Kirchdörfer betonte, dass ein Scheitern für die Regierung keine Option mehr sei. Familienunternehmen wollten im Inland investieren, doch viele seien gezwungen, wegen der ungünstigen Rahmenbedingungen im Ausland nach Gewinnen zu suchen. Die USA verschärften die Situation zusätzlich, indem sie die Planbarkeit im Welthandel untergrüben, während sich die europäischen Führungskräfte in Bürokratie verstrickten.
Die Stiftung hob zudem die Bedeutung von Familienbetrieben und jungem Nachwuchs als die beiden wichtigsten Ressourcen Deutschlands hervor. Ohne vernünftige Wirtschaftspolitik, warnten die Verantwortlichen, riskiere das Land den Verlust seiner Wettbewerbsfähigkeit und langfristige Wachstumschancen.
Die Kritik fällt mit dem ersten Regierungsjubiläum der Koalition zusammen. Die Familienunternehmen fordern dringend Reformen, um die Bürokratie zu reduzieren und stabile Rahmenbedingungen zu schaffen. Ohne diese Veränderungen, so ihre Argumentation, werde die exportabhängige deutsche Wirtschaft weiter schwächeln – mit der Folge, dass immer mehr Unternehmen jenseits der Landesgrenzen nach Chancen suchen müssten.






