Flucht und Migration: Emmendinger Ausstellung verbindet Vergangenheit mit Gegenwart
Paul MeyerFlucht und Migration: Emmendinger Ausstellung verbindet Vergangenheit mit Gegenwart
Neue Ausstellung im Emmendinger Stadtmuseum untersucht Flucht und Migration in der modernen Gesellschaft
Unter dem Titel „Nach dem Krieg: Was bleibt uns?“ zeigt das Emmendinger Stadtmuseum eine Ausstellung, die sich mit den Folgen von Flucht und Migration für die heutige Gesellschaft auseinandersetzt. In Form eines grafischen Romans werden Erfahrungen nach dem Zweiten Weltkrieg aufgearbeitet und ihre aktuelle Bedeutung beleuchtet.
Die Ausstellung wird am Sonntag, den 21. Juni, um 11:15 Uhr eröffnet und ist bis zum 8. November zu sehen. Im Mittelpunkt stehen Frauen, Kinder und junge Menschen aus deutschsprachigen Minderheiten, die ihre Heimat zwangsweise verlassen mussten. Themen wie Vertreibung, Identität, Erinnerung und gesellschaftlicher Zusammenhalt werden durch Kunst, historische Dokumente und persönliche Schicksale vermittelt.
Ein regionaler Bezug wird durch die Geschichte der Spätaussiedler in Emmendingen hergestellt. Eine der vorgestellten Geschichten erzählt von einer Russlanddeutschen, die im Stadtteil Bürkle-Bleiche aufwuchs. Das Projekt soll zum Nachdenken anregen und den Dialog über die Grundlagen des Zusammenlebens fördern.
Die Ausstellung ist das erste große Vorhaben unter der neuen Museumsleiterin Leni Perenčević und entstand in Zusammenarbeit mit der Künstlerin und Autorin Ludmilla Bartscht. Das Museum ist mittwochs und sonntags von 14 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet.
Mit ungewöhnlichen Erzählformen und historischer Tiefe lädt die Schau Besucher ein, sich mit individuellen Migrationsgeschichten und ihren langfristigen Auswirkungen auf die Gesellschaft zu beschäftigen. Informationen zu Eintrittspreisen und Öffnungszeiten sind über das Museum erhältlich.






