Franziska Erdle übernimmt ABDA-Führung und kämpft für Apothekenreform mit klaren Zielen
Finn BauerFranziska Erdle übernimmt ABDA-Führung und kämpft für Apothekenreform mit klaren Zielen
Franziska Erdle hat die Geschäftsführung des Deutschen Apothekerverbandes (ABDA) übernommen. Ihre erste große Aufgabe ist die Durchsetzung einer Apothekenreform, mit klarem Fokus auf bessere Rahmenbedingungen für die Branche. Sie will den ABDA zu einer strategischeren, proaktiveren und professionelleren Organisation umgestalten, die die Interessen der Apothekerinnen und Apotheker wirksam vertreten kann.
Seit ihrem Amtsantritt hat Erdle den ABDA an die Spitze der Debatte um die Apothekenreform gebracht. Zu den zentralen Forderungen gehören höhere Festbeträge – eine Erhöhung von 8,35 auf 9,50 Euro pro Rezept – sowie erweiterte Aufgaben für Apotheken in den Bereichen Prävention und Impfungen. Gleichzeitig lehnt sie Vorschläge wie laborfreie Apotheken oder eine Reduzierung der Apothekerpräsenz auf nicht durchgehende Öffnungszeiten entschieden ab.
Um diese Ziele voranzutreiben, hat Erdle konkrete Schritte eingeleitet. Am 23. Februar 2026 startete der ABDA eine Online-Petition für finanzielle Unterstützung. Es folgte am 3. März ein parlamentarisches Frühstück, bei dem Bundestagsabgeordnete und Vertreter des Gesundheitsministeriums zusammenkamen. Den Höhepunkt erreichte die Kampagne am 23. März 2026 mit einem bundesweiten Protesttag, der breite mediale Aufmerksamkeit erregte. Hinter den Kulissen führte Erdle zudem Gespräche mit Politikern von CDU und SPD, um wirtschaftliche Bedenken und Reformdetails zu klären.
Erdle betont, dass der Zusammenhalt unter den Apothekerinnen und Apothekern entscheidend für den Erfolg sei. Sie plant, eng mit der Basis wie auch mit Fachleuten im Apothekerhaus zusammenzuarbeiten, um den ABDA zukunftsfähig zu machen. Ihre Vision umfasst nicht nur den Schutz der Apotheken, sondern auch die Stärkung der Teams und die Ausrichtung des Verbandes als leistungsfähige, zukunftsorientierte Organisation.
Die neue ABDA-Führung hat bereits eine klare Marsroute vorgegeben. Mit Petitionen, Protesten und politischem Engagement treibt Erdle greifbare Veränderungen in der Apothekenfinanzierung und -leistung voran. Die kommenden Monate werden zeigen, wie sich ihre Strategie auf den Verband und die gesamte Apothekenbranche auswirkt.






