Führungswechsel beim THEAS Theater: Neue Direktorin übernimmt mit inklusiven Plänen
Finn BauerFührungswechsel beim THEAS Theater: Neue Direktorin übernimmt mit inklusiven Plänen
Das THEAS Theater steht vor einem Führungswechsel: Claudia Timpner gibt nach Jahren prägender Arbeit die Leitung ab, während Kornelia Eng-Huniar, eine langjährige Mitstreiterin mit 15 Jahren Erfahrung, die Nachfolge als Direktorin antritt. Der Wechsel markiert den Beginn eines neuen Kapitels für die renommierte Kulturinstitution.
Unter Timpners Führung hat sich das THEAS zu einer festen Größe in der städtischen Kunstszene entwickelt. In ihrer Amtszeit zog das Theater mit seiner angeschlossenen Schauspielschule jährlich rund 3.500 Zuschauer zu 60 bis 70 Aufführungen an. Die Theaterschule selbst bietet etwa 20 Kurse an, an denen rund 300 Teilnehmer aller Altersgruppen teilnehmen.
Timpner verlässt die Bühne jedoch nicht vollständig – sie wird auch nach dem Rückzug aus der Leitung weiterhin als Schauspielerin beim THEAS auftreten. Ihre Nachfolgerin, Kornelia Eng-Huniar, arbeitete bereits eng mit ihr in administrativen Funktionen zusammen und verfolgte parallel eine Karriere als ausgebildete Opernsängerin. Eng-Huniar gastierte in Konzerten und Auftritten quer durch Europa und bringt damit eine Kombination aus künstlerischer und organisatorischer Expertise in ihr neues Amt ein.
Ihr erstes Projekt als Direktorin wird die Neuauflage von „Bitte (Nicht) Einsteigen“ sein, ein Stück, das speziell für sehbehinderte Zuschauer adaptiert wurde. Die Audiodeskription ist dabei direkt in die Inszenierung eingebettet, wobei der Erzähler für das gesamte Publikum sichtbar bleibt. Zudem bekräftigt das THEAS sein Engagement für gesellschaftliche Teilhabe: Jugendprogramme werden ausgebaut, und inklusivere Initiativen sind in Planung.
Der Führungswechsel fällt in eine Phase, in der das Theater seinen Ruf als innovative und gemeinwohlorientierte Institution festigt. Mit Eng-Huniars Debütproduktion und dem laufenden Kursangebot will das Ensemble seinen Schwung beibehalten. Timpners anhaltende Präsenz auf der Bühne sorgt für einen reibungslosen Übergang – sowohl für die Künstler als auch für das Publikum.






