07 April 2026, 06:16

GDL-Chef Reißen wirft der Deutschen Bahn "Geldwäschemaschine" und Ineffizienz vor

Altes deutsches Regierungsaktienzertifikat für Bern-Schwarzenburg-Bahn mit einer Zug-Illustration.

GDL-Chef Reißen wirft der Deutschen Bahn "Geldwäschemaschine" und Ineffizienz vor

Mario Reißen, Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), hat die Deutsche Bahn (DB) scharf für ihr finanzielles Missmanagement kritisiert. Er bezeichnete die Unternehmensstruktur als übermäßig komplex und ineffizient – ein Vergleich mit einer "Geldwäschemaschine" fiel in diesem Zusammenhang. Seine Äußerungen waren dabei von einer Mischung aus Lob und Forderungen nach härterem Vorgehen gegen die DB-Führung geprägt.

Reißen richtete seinen Vorwurf insbesondere gegen die Finanzpraxis der Bahn und warf dem Konzern vor, fast 600 Tochtergesellschaften zu nutzen, um Geldströme zu verschleiern. Dieses Konstrukt ermögliche es der DB, Steuergelder abzusichern, während interne Abrechnungsvorgänge unnötig verkompliziert würden, so der Gewerkschafter.

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Zudem kritisierte er die jüngste Berufung von Karin Dohm zur Finanzchefin als unqualifiziert. Reißen zufolge tragen nun die Steuerzahler die Kosten dieser Personalentscheidung – weitere Konflikte aufgrund ihrer Ernennung seien absehbar.

Trotz seiner harschen Worte unterstützte Reißen die Umstrukturierungsbemühungen von DB-Vorstandschefin Evelyn Palla. Die jüngsten Entlassungen von Sigrid Nikutta und Dohm bewertete er positiv und betonte, wie wichtig eine konsequente Führung sei. Gleichzeitig forderte er noch entschlossenere Schritte: Eine Halbierung der Top-Management-Ebene könnte seiner Meinung nach die Produktivität und die finanzielle Performance des Unternehmens deutlich verbessern.

Reißens Aussagen unterstreichen die anhaltenden Spannungen um die finanzielle Transparenz der Deutschen Bahn und ihre Führungspolitik. Seine Vorschläge – von einem Abbau der Managementebene bis hin zu Reformen der Finanzstrukturen – könnten den Druck auf den Konzern erhöhen, weitere Veränderungen umzusetzen. Die Haltung des Gewerkschaftschefs deutet darauf hin, dass die Debatten über die Geschäftsführung der DB in den kommenden Monaten anhalten werden.

Quelle