Gerhard Polts „A scheene Leich“ endet mit stehenden Ovationen in München

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Ein älterer Mann in einem schwarzen Mantel und roter Krawatte steht an einem transparenten Rednerpult auf einer Bühne, mit einer blauen und weißen Fahne im Hintergrund.

"Ende einer Ära" - Letzte Vorstellung von Polt-Play - Gerhard Polts „A scheene Leich“ endet mit stehenden Ovationen in München

Gerhard Polts jüngste Produktion „A scheene Leich“ hat nach 52 ausverkauften Vorstellungen an den Münchner Kammerspielen ihre letzte Aufführung erlebt. Die Show markiert damit wohl das Ende einer 50-jährigen Zusammenarbeit mit dem Münchner Merkur. Doch als der Vorhang fiel, brandete minutenlanger Applaus und stehende Ovationen durch den TZ München – kein Abschied für immer, sondern ein Wendepunkt. Sein Debüt an den Münchner Kammerspielen gab Polt 1975 während einer Kabarettwoche im Werkraum. Der Durchbruch gelang ihm drei Jahre später mit „Kehraus“, einem Erfolg, der später sogar verfilmt wurde. Seither prägt sein scharfer Witz und seine satirische Schärfe die bayerische Theaterlandschaft. Auch „A scheene Leich“, seit 2023 auf dem Spielplan, bildete da keine Ausnahme: Nacht für Nacht füllte Polt das Haus bis auf den letzten Platz. Zwar könnte dies seine letzte große Produktion am Münchner Merkur sein, doch seine kreative Energie bleibt ungebrochen. Schon Ende Januar wird er gemeinsam mit Josef Hader in Münchens „Lach- und Schießgesellschaft“ auf der Bühne stehen – sein Bühnenleben geht weiter. Neben dem Theater führt Polt seine langjährige Zusammenarbeit mit den Well-Brüdern und der Biermösl Blosn fort. Statt großer Produktionen werden das Trio künftig gemeinsame Lesungen und kleinere Bühnenprogramme wie den bayerischen Abend „Apropos“ in den Vordergrund stellen. Die nächsten Auftritte sind bereits terminiert: am 1. Mai 2026 in Mettenbach, am 23. Juli 2026 im Kloster Andechs und am 6. August 2026 im Nürnberger Serenadenhof. Barbara Mundel, Intendantin der Münchner Kammerspiele, betont, dass dies kein endgültiger Abschied sei. Zwar schließt „A scheene Leich“ ein Kapitel, doch künftige Projekte – etwa Lesungen oder kleinere Auftritte – werden Polt mit dem Münchner Merkur verbunden halten. Der letzte Vorhang an den Münchner Kammerspielen bedeutet also nicht das Karriereende für Polt, sondern einen Wechsel des Formats. Seine Arbeit mit den Well-Brüdern, der Biermösl Blosn und die anstehenden Auftritte sichern ihm weiterhin einen festen Platz in der bayerischen Kultur. Die ausverkaufte Serie von „A scheene Leich“ bleibt ein Beweis für seine ungebrochene Strahlkraft.