Gesundheitsreform 2030: Krankenkassen streiten über sinkende Beiträge und Finanzlücken
Maximilian BrandtGesundheitsreform 2030: Krankenkassen streiten über sinkende Beiträge und Finanzlücken
Spitzenvertreter der Krankenversicherer haben sich zu den geplanten Gesundheitsreformen der Regierung geäußert. Während einige darin Potenzial für sinkende Beiträge sehen, warnen andere, dass die aktuellen Pläne die erhofften Einsparungen nicht bringen könnten. Im Mittelpunkt der Debatte stehen Änderungen bei der Finanzierung und Kostenteilungsmaßnahmen, die bis 2030 umgesetzt werden sollen.
Andreas Storm, Chef der DAK-Gesundheit, kritisierte, dass der aktuelle Gesetzentwurf in seiner jetzigen Form keine Beitragssenkungen bewirken werde. Er schlug vor, die Krankenversicherungskosten für Grundsicherungsempfänger in den Bundeshaushalt zu verlagern – dies könnte die Beiträge bis 2030 um 0,5 Prozentpunkte reduzieren. Ohne diese Anpassung sei eine Senkung unwahrscheinlich, so Storm.
Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse, forderte die Politiker auf, an der Reform festzuhalten und sie nicht zu verwässern. Fairere Finanzierungsregeln für Sozialleistungsempfänger und Einsparungen bei Arzneimitteln könnten seiner Meinung nach zu niedrigeren Beiträgen beitragen. Gleichzeitig betonte er, dass die Regierung ihre ursprünglichen Zusagen einhalten müsse.
Beide Führungskräfte waren sich einig, dass mögliche Beitragssenkungen von konkreten Rahmenbedingungen abhängen. Storm bestand darauf, dass die Steuergelder die Gesundheitskosten für Leistungsbezieher vollständig decken müssten. Baas ergänzte, dass die Reform ohne diese Änderungen nur begrenzt finanzielle Wirkung entfalten werde.
Ziel der geplanten Änderungen ist es, die finanzielle Belastung der Krankenkassen zu verringern. Falls die Reform wie diskutiert umgesetzt wird, könnten die Beiträge bis zum Ende des Jahrzehnts leicht sinken. Der Erfolg hängt nun davon ab, ob die Regierung die vorgeschlagenen Finanzierungsverschiebungen und Sparmaßnahmen übernimmt.






