GHD verkauft Logistiktochter Sangro und kehrt zum Kerngeschäft zurück
Die GHD GesundHeits GmbH Deutschland verkauft ihre Logistiktochter Sangro an die Private-Equity-Gesellschaft Axcel. Der Schritt markiert eine bedeutende Neuausrichtung des Unternehmens, das sich künftig ausschließlich auf sein Kerngeschäft im Bereich der häuslichen Pflege konzentrieren wird. Die 1992 gegründete und seit 2014 im Besitz von Nordic Capital befindliche GHD strafft nach Jahren der Expansion in andere Sektoren nun ihr Geschäftsmodell.
Mit dem Verkauf von Sangro gibt GHD fast die Hälfte ihres Umsatzes ab, der im vergangenen Jahr rund 546 Millionen Euro betrug. 2024 erwirtschaftete der Bereich häusliche Pflege 218 Millionen Euro, während Großhandel und Logistik – maßgeblich getrieben durch Sangro – 263 Millionen Euro beisteuerten. Die in Erkrath ansässige Logistiksparte war vor der Desinvestitionsentscheidung das am schnellsten wachsende Segment des Unternehmens.
Es ist nicht das erste Mal, dass GHD Teile seines Geschäfts veräußert. 2018 übertrug das Unternehmen seine Sterilisationsaktivitäten an den Wettbewerber Zytoservice. Kürzlich verkaufte es zudem seine Berliner Tochter OTB, ein Gesundheitszentrum in Lindlar sowie Forlife, einen Spezialisten für Medizintechnik. Die im März 2026 bekannt gegebene Transaktion mit Axcel stellt die erste Plattforminvestition des Fonds in Deutschland dar und ist zugleich die elfte unter dem Dach des Axcel-VII-Fonds. Nach Abschluss des Deals in der ersten Jahreshälfte 2026 wird Sangro zu einem der führenden Distributoren im deutschen Heimversorgungsmarkt avancieren und über 200 Hersteller mit mehr als 3.000 Leistungserbringern vernetzen.
Mit dem Verkauf von Sangro kehrt GHD zu ihren Ursprüngen zurück und konzentriert sich wieder voll auf die häusliche Pflege. Das Unternehmen wird künftig mit einer schlankeren Struktur agieren und sich auf ein einziges Geschäftsfeld fokussieren. Gleichzeitig festigt der Deal die Position von Axcel im deutschen Gesundheitsdistributionssektor.






