Gianni Versace: Pariser Retrospektive zeigt 450 Exponate und seltene Einblicke
Jakob BraunGianni Versace: Pariser Retrospektive zeigt 450 Exponate und seltene Einblicke
Große Gianni-Versace-Retrospektive im Musée Maillol in Paris eröffnet
Im Pariser Musée Maillol hat eine umfassende Retrospektive über den Modedesigner Gianni Versace ihre Pforten geöffnet – die erste Modeausstellung, die je in dem Haus an der Rue de Grenelle stattfindet. Die Schau beleuchtet die engen Verbindungen des Designers zur Stadt Paris und zu Frankreich insgesamt.
Die Ausstellung wurde am Freitag, dem 3. Juli, eröffnet und ist bis zum 6. September 2023 zu sehen. Organisiert wurde sie von der Berliner Agentur Dreamrealizer und folgt sieben ähnlichen Versace-Präsentationen, die in verschiedenen europäischen Städten gezeigt wurden. Fast 450 Exponate sind zu bestaunen – von Schmuck und Wohnaccessoires bis hin zu seltenen Videointerviews.
Besucher können nahezu 100 Outfits bewundern, die an Puppen entlang eines nachgebauten Laufstegs arrangiert sind. Die Stücke sind thematisch geordnet und spiegeln prägende Momente in Versaces Karriere wider. Einer der Ausstellungsbereiche zeigt sogar Aufnahmen, wie der Designer nach seiner Atelier-Versace-Show im Winter 1998 den Applaus entgegennimmt.
Trotz der Fülle der gezeigten Werke fehlt ein ikonisches Stück: das berühmte „Safety-Pin-Kleid“, das Elizabeth Hurley einst trug. Stattdessen wird auf einem Bildschirm die französische Wikipedia-Seite des Kleides angezeigt. Versace präsentierte seine ersten Haute-Couture-Kollektionen 1989 in Paris – sein Debüt gab er im Hotel Ritz.
Die Retrospektive bietet einen seltenen Einblick in Versaces Schaffen aus französischer Perspektive. Sie vereint Mode, Accessoires und Archivmaterial unter einem Dach. Das Musée Maillol zeigt die Ausstellung noch bis Anfang September.






