25 May 2026, 02:14

Giffey warnt vor Elterngeld-Kürzungen: "Verheerendes Signal für Familien"

Former Family Minister Giffey Warns Against Cuts to Parental Allowance

Giffey warnt vor Elterngeld-Kürzungen: "Verheerendes Signal für Familien"

Die ehemalige deutsche Familienministerin Franziska Giffey hat sich gegen geplante Kürzungen beim Elterngeld ausgesprochen. Die Warnungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die aktuelle Familienministerin Karin Prien unter Druck steht, die Ausgaben um rund 350 Millionen Euro zu senken. Kritiker befürchten, dass dieser Schritt die ohnehin sinkende Geburtenrate im Land weiter verschärfen könnte.

Giffey, die das Familienministerium von 2018 bis 2021 leitete und heute als Wirtschaftssenatorin in Berlin amtiert, betonte die Bedeutung der Beibehaltung der Elterngeldzahlungen. Sie bezeichnete die Leistungen als entscheidend für die Unterstützung von Familien und die Stabilität des Arbeitsmarktes. Ihrer Ansicht nach tragen die Zahlungen dazu bei, berufliche Auszeiten zu verkürzen und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern.

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Darüber hinaus setzte sich Giffey für Reformen ein, um die Sorgearbeit gerechter zu verteilen. Derzeit beziehen 74 Prozent der Elterngeldempfängerinnen und -empfänger Frauen. Sie schlug stärkere Anreize vor, etwa höhere Mindestzahlungen und verlängerte Partnerschaftsmonate, um eine fairere Aufteilung zu erreichen.

Die Debatte stößt auch bei anderen Akteuren auf scharfe Kritik. Britta Altenkamp, Leiterin des Zukunftsforums Familie (ZFF), bezeichnete die möglichen Kürzungen als ein „verheerendes Signal“ für Familien. Auch Wolfgang Kubicki, designierter Vorsitzender der Freien Demokratischen Partei (FDP), lehnte eine Reduzierung der Leistungen ab.

Die geplante Kürzung des Elterngelds um 350 Millionen Euro bleibt weiterhin umstritten. Sollte sie umgesetzt werden, könnte sie tausende Familien treffen, die bereits mit finanziellen und Betreuungsherausforderungen kämpfen. Die Diskussion unterstreicht die anhaltenden Sorgen über die niedrige Geburtenrate in Deutschland und die Notwendigkeit nachhaltiger Familienpolitik.

Quelle