Girocard wird 2027 zum digitalen Alleskönner – mit In-App-Zahlungen und Altersprüfung
Maximilian BrandtGirocard wird 2027 zum digitalen Alleskönner – mit In-App-Zahlungen und Altersprüfung
Die Girocard, Deutschlands beliebtestes bargeldloses Zahlungsmittel, erhält neue Funktionen. Aktuell sind über 100 Millionen Karten im Umlauf. Die Updates sollen die Nutzungsmöglichkeiten erweitern – ohne zusätzliche Kosten für die Verbraucher.
Ab Anfang 2027 wird die Girocard In-App-Zahlungen unterstützen. Dies ist das Ergebnis laufender Gespräche zwischen der Euro Kartensysteme GmbH und großen Lebensmittelhändlern, um die Karte in deren Apps zu integrieren. Ab dem kommenden Jahr lassen sich damit zudem Mietwagen buchen oder Hotelzimmer reservieren.
Weitere Neuerungen umfassen eine elektronische Altersprüfung für den Kauf von Alkohol in Supermärkten oder an Automaten. Für mehr Sicherheit wird es bei In-App-Transaktionen eine Händler-Whitelist geben. Auch Payback Pay, das bisher auf Lastschrift und Kreditkarten setzt, wird bald mit der Girocard funktionieren.
Physische Karten bleiben erhältlich, doch Nutzer können sich optional für eine vollständig digitale Version entscheiden. Von den Änderungen profitieren könnten auch große Partner von Bonusprogrammen wie Aral, dm, Edeka und Thalia.
Die erweiterten Funktionen der Girocard werden keine höheren Gebühren für Karteninhaber mit sich bringen. Durch die breitere Nutzung in Apps, die Altersverifikation und die Anbindung an Treueprogramme soll ihre Position als führendes bargeldloses Zahlungsmittel in Deutschland gestärkt werden. Die Updates werden schrittweise in den nächsten Jahren eingeführt.






