11 May 2026, 10:21

Grüne in Rheinland-Pfalz wählen erstmals rein weibliche Doppelspitze

Zwei Frauen stehen an einem Podium mit einem Mikrofon, einem Bildschirm und einem Blumenstrauß vor einem dunklen Hintergrund auf einer Grünen Veranstaltung.

Grüne in Rheinland-Pfalz wählen erstmals rein weibliche Doppelspitze

Die Grünen in Rheinland-Pfalz haben Geschichte geschrieben, indem sie erstmals eine rein weibliche Doppelspitze gewählt haben. Auf ihrem jüngsten Landesparteitag bestimmte die Partei zwei neue Co-Vorsitzende. Dies folgt auf ihr Ergebnis bei der Landtagswahl im März, bei der sie 7,9 Prozent der Stimmen holten.

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Das neue Führungsteam besteht aus Carolin Cloos, einer 33-jährigen Politikerin aus Worms, und Christin Sauer, ebenfalls 33, aus Mainz. Cloos setzte sich mit 72,28 Prozent der Stimmen durch, während Sauer eine absolute Mehrheit erhielt. Sauer ist seit Jahren in der Kommunalpolitik aktiv, unter anderem als Sprecherin der Mainzer Grünen Jugend und als Stadträtin seit 2019.

Die Grünen konzentrieren sich nun auf ihre Oppositionsrolle, nachdem sie bei der Wahl 1,4 Prozentpunkte verloren haben. Katrin Eder, die künftig die Grünen-Fraktion im Mainzer Landtag führen wird, betonte die Pläne der Partei, die kommende große Koalition herauszufordern. Sie verwies dabei auch auf das „Schwarmkraftwerk“ als zentrales grünes Projekt – eine Idee, die ursprünglich vom Mainzer FDP-Politiker Volker Hans stammte.

Die bisherigen Landesvorsitzenden Paul Bunjes und Natalie Cramme-Hill bleiben als Abgeordnete im Landtag politisch aktiv. Die Partei hat zudem versprochen, sich stärker mit den Wählerinnen und Wählern auszutauschen, deren Anliegen aufzunehmen und die politischen Debatten entsprechend mitzugestalten.

Mit einer rein weiblichen Führung und einer klaren Oppositionsstrategie beginnt für die Grünen eine neue Phase. Ihr Fokus auf Bürgerbeteiligung und inhaltliche Herausforderungen wird ihre Rolle in der kommenden Legislaturperiode prägen. Ziel ist es, nach dem leichten Rückgang bei der März-Wahl wieder an Zustimmung zu gewinnen.

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