Helmstedt schafft mit Gewerbepark und Sozialprojekten den Kohleausstieg
Paul MeyerHelmstedt schafft mit Gewerbepark und Sozialprojekten den Kohleausstieg
Landkreis Helmstedt treibt Wirtschaftswandel nach Jahrzehnten des Braunkohleabbaus voran
Der Landkreis Helmstedt in Niedersachsen setzt seine Pläne zur Umgestaltung der regionalen Wirtschaft nach Jahrzehnten des Braunkohlebergbaus konsequent um. Am Dienstag prüfte das Landeskabinett den Fortschritt zentraler Vorhaben, die die Zukunft der Region sichern sollen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Stärkung der Gemeinschaft während des Kohleausstiegs.
Ein wichtiger Meilenstein ist der geplante Gewerbepark in der Nähe des Autobahnkreuzes A2/A39 bei Königslutter am Elm. Nachhaltigkeit steht hier im Fokus: Das Gelände soll Unternehmen ansiedeln und gleichzeitig die Umweltbelastung verringern. Förderanträge für die Planung und erste Bauarbeiten sind bereits eingereicht worden.
Auch in die soziale Infrastruktur wird investiert: Im Helmstedter Ortsteil Offleben entstehen ein neues Nachbarschaftszentrum und ein Versorgungsstandort, die lokale Dienstleistungen und Begegnungsstätten bieten sollen. Damit knüpft die Region an frühere Erfolge an, die bereits zur Überwindung der Abhängigkeit von der Kohle beigetragen haben. Mehrere Projekte sind bereits abgeschlossen oder stehen kurz vor der Fertigstellung.
Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne (SPD) lobte die vorbildliche Haltung Helmstedts beim Strukturwandel. Der Bund unterstützt betroffene Regionen mit gezielten Fördermitteln, während Deutschland bis 2038 schrittweise aus der Kohle aussteigt. Lokale Verantwortliche betonen, dass die Stärkung der wirtschaftlichen und sozialen Strukturen weiterhin oberste Priorität habe.
Der Gewerbepark und das Nachbarschaftszentrum sollen neue Arbeitsplätze schaffen und der ehemaligen Bergbauregion langfristige Perspektiven bieten. Da die Förderanträge bereits laufen, wollen die Verantwortlichen die Pläne bald in die Tat umsetzen. Die Projekte markieren eine weitere Etappe auf Helmstedts Weg zu einer vielfältigeren und nachhaltigeren Wirtschaft.






