Hessens Autoindustrie 2025: Rückgang bei Umsätzen, Hoffnung durch E-Autos und Azubis
Paul MeyerHessens Autoindustrie 2025: Rückgang bei Umsätzen, Hoffnung durch E-Autos und Azubis
Hessens Automobilindustrie durchlebte 2025 ein schwieriges Jahr. Die Branchenumsätze sanken auf 29,1 Milliarden Euro, während die Gewinnmargen von 1,6 auf nur noch 1,1 Prozent schrumpften. Trotz des Abschwungs verzeichneten Elektrofahrzeuge einen deutlichen Aufschwung, und die Zahl der Ausbildungsverträge stieg leicht an.
Autobesitz in Hessen wurde 2025 teurer: Der Durchschnittspreis für ein Neufahrzeug kletterte auf 44.780 Euro, während Privatkunden 604 Euro für Verschleißreparaturen und 542 Euro für routinemäßige Wartungsarbeiten ausgaben. Diese steigenden Kosten fielen mit einem Rückgang der Neuzulassungen für Pkw um 4 Prozent auf 322.461 Fahrzeuge zusammen. Auch der Gebrauchtwagenmarkt verlor leicht an Fahrt – die Halterwechsel gingen auf 503.091 zurück.
Elektrofahrzeuge bildeten einen der wenigen Lichtblicke: Die Verkäufe rein batteriebetriebener Autos stiegen um 47,6 Prozent, Plug-in-Hybride legten um 35,6 Prozent zu. Daten zum Ausbau der Ladeinfrastruktur in Hessen lagen zwar nicht vor, doch bundesweit waren Anfang 2026 bereits 147.935 Normalladestationen und 50.449 Schnellladesäulen in Betrieb.
Trotz der Krise gab es positive Signale: Die Zahl der neuen Ausbildungsverträge für Kraftfahrzeugmechatroniker erhöhte sich leicht auf 1.842. Der Zentralverband Deutches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) prognostizierte bundesweit einen Anstieg der Neuzulassungen um 3,5 bis 4 Prozent für 2026.
Fazit: Hessens Automobilbranche beendete 2025 mit geringeren Umsätzen, schrumpfenden Margen und weniger Fahrzeugverkäufen. Höhere Kosten für Käufer und ein schwächerer Markt standen im Kontrast zum starken Wachstum bei Elektroautos. Der leichte Anstieg der Ausbildungsplätze und die optimistischen bundesweiten Prognosen für 2026 wecken vorsichtige Hoffnung auf eine Besserung im kommenden Jahr.






