Hollywood-Finale bei Germany's Next Topmodel: Zwei Gewinner:innen und ein neuer Trend
Paul MeyerHollywood-Finale bei Germany's Next Topmodel: Zwei Gewinner:innen und ein neuer Trend
Germany’s Next Topmodel nähert sich mit einem Hollywood-Finale dem Ende der 21. Staffel. In diesem Jahr werden zwei Gewinner:innen jeweils 100.000 Euro und ein Harper’s-Bazaar-Cover-Shooting mit nach Hause nehmen. Die Show, einst ein Sprungbrett für Supermodels, formt heute stattdessen Influencer:innen und Markenbotschafter:innen.
Moderatorin Heidi Klum, einst von der deutschen Modelbranche als „zu dick“ abgelehnt, hat die Serie zu einer globalen Marke gemacht. Doch der Wettbewerb hat sich gewandelt – weg von Laufstegkompetenz, hin zu medienaffinem Storytelling und Social-Media-Präsenz.
Die langjährige Reality-Show stand lange in der Kritik, unrealistische Schönheitsideale zu vermitteln. In den letzten Jahren wurden jedoch auch Teilnehmer:innen mit unterschiedlichen Körpertypen berücksichtigt – von Bierbäuchen über Haarausfall bis hin zu Hörbehinderungen. Diversität spielt bei der Besetzung mittlerweile eine größere Rolle.
Jede Staffel beinhaltet nach wie vor eine dramatische Makeover-Folge, in der die Models radikale Frisurveränderungen durchlaufen. Doch die Prioritäten der Show haben sich verschoben. Die Jury bewertet heute weniger Posen oder Laufsteggang, sondern vielmehr, wie überzeugend die Kandidat:innen medienwirksame Geschichten für die Presse inszenieren.
Die Markenpartner dieser Staffel spiegeln den Wandel weg von der Hochmode wider. Statt mit Vogue oder Versace arbeiten die Teilnehmer:innen mit eBay und McDonald’s zusammen. Viele Ehemalige haben sich später als Influencer:innen, Unternehmer:innen oder Models etabliert – doch nur wenige erreichten den klassischen Supermodel-Status.
Das Finale findet in diesem Jahr erstmals in Hollywood statt. Zwei Gewinner:innen teilen sich den Preis: jeweils 100.000 Euro und ein Harper’s-Bazaar-Cover. Die Änderung unterstreicht den Identitätswandel der Show in einer Branche, in der Social-Media-Reichweite oft wichtiger ist als Laufstegerfolge.
Die 21. Staffel von Germany’s Next Topmodel zeigt einen klaren Trend: Reines Modelsein reicht nicht mehr aus. Die Teilnehmer:innen müssen heute Personal Branding und Medienpräsenz beherrschen, um erfolgreich zu sein. Mit dem Hollywood-Finale und zwei Gewinner:innen passt sich die Show weiter an – doch ihre Zukunft bleibt an die sich wandelnden Anforderungen von Mode und digitalem Ruhm geknüpft.






