Hybridkraftwerk in Gundelsheim vereint Solar-, Windenergie und innovative Batteriespeicher

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Ein Plakat mit einer Eisenbahn, die eine Brücke mit Trägern überquert, umgeben von Pflanzen, Häusern und Hügeln.

Hybridkraftwerk in Gundelsheim vereint Solar-, Windenergie und innovative Batteriespeicher

Großes Erneuerbare-Energien-Projekt in Gundelsheim bei Heilbronn gestartet

In Gundelsheim im Landkreis Heilbronn ist am Montag eines der größten Projekte für erneuerbare Energien in Baden-Württemberg an den Start gegangen: der zweitgrößte Solarpark des Landes, der Photovoltaik, Windkraft und moderne Batteriespeicher kombiniert. Die Anlage soll zeigen, wie sich durch die Verknüpfung verschiedener erneuerbarer Technologien die Flexibilität und Effizienz der Energieversorgung steigern lässt.

Das 55 Hektar große Gelände, das vom Energiekonzern Vattenfall entwickelt wurde, beherbergt eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 58 Megawatt sowie ein Batteriespeichersystem mit 1,22 Megawatt Kapazität. Zudem sind zwei Windkraftanlagen mit einer gemeinsamen Leistung von 11,2 Megawatt geplant, deren Bau voraussichtlich Anfang 2027 beginnen soll – die Genehmigungsanträge wurden bereits im vergangenen Jahr eingereicht.

Das Speichersystem setzt auf eine Hybridlösung: Es kombiniert Lithium-Ionen- mit Natrium-Ionen-Technologie. Die Natrium-Ionen-Batterien, die größten ihrer Art in Europa, bieten eine Speicherkapazität von etwa einer Megawattstunde. Die Lithium-Ionen-Batterien, die aus 12 Elektrofahrzeugen wiederverwendet wurden, steuern zusätzliche 1,25 Megawattstunden bei.

Die Anlage ist Teil des Forschungsprojekts „ResHy“ (Ressourcenoptimierte Hybridkraftwerke). Das Energiemanagementsystem wurde vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE entwickelt. Von dem Projekt profitiert auch die lokale Gemeinschaft: Durch Gewerbesteuereinnahmen, Pachteinnahmen für die genutzten Flächen sowie Maßnahmen zum Artenschutz.

In Gundelsheim werden nun Solar- und Windenergie mit innovativen Speicherlösungen an einem Standort vereint. Die Anlage demonstriert, wie die Kombination mehrerer erneuerbarer Quellen die Netzstabilität und Versorgungssicherheit verbessern kann. Sie soll als Vorbild für zukünftige hybride Energiesysteme dienen.