Identitätsdiebstahl: Deutscher erhält Bußgeld für fremdes Auto in Frankreich

Admin User
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Ein Nahaufnahme-Bild eines Ausweises mit der amerikanischen Flagge und dem Text "Critical Licence" auf der Vorderseite.

Identitätsdiebstahl: Deutscher erhält Bußgeld für fremdes Auto in Frankreich

Ein deutscher Bürger, der nur als Herr S. bekannt ist, ist Opfer von Identitätsdiebstahl geworden, nachdem Betrüger seine Daten nutzten, um in Frankreich ein Auto auf seinen Namen anzumelden. Später erhielt er einen Bußgeldbescheid wegen Rasens sowie eine Mahnung für eine unbezahlte Mautgebühr – beides für ein Fahrzeug, das er nie besessen hatte. Der Fall zeigt die wachsende Gefahr von Betrugsfällen im Zusammenhang mit gestohlenen persönlichen Daten.

Herr S. bemerkte erstmals, dass etwas nicht stimmte, als er einen Brief von französischen Behörden erhielt. Darin wurde ihm vorgeworfen, zu schnell gefahren zu sein, und es wurde eine Strafe in Höhe von 70 Euro fällig. Bei Nichtzahlung würde das Bußgeld auf 180 Euro steigen. Ein zweiter Brief forderte die Begleichung einer ausstehenden Maut, die sich auf bis zu 375 Euro erhöhen könnte, falls sie ignoriert würde.

Da Herr S. Betrug vermutete, handelte er umgehend. Er erstattete Anzeige bei der Polizei und sperrte seine Online-Ausweisfunktion über die offizielle Hotline 116 116. Experten gehen davon aus, dass seine Identität vermutlich durch Phishing gestohlen wurde, bei dem Kriminelle ihre Opfer mit täuschenden Methoden zur Preisgabe persönlicher Daten verleiten. Die Initiative Gerechtigkeit ohne Grenzen rät in solchen Fällen zur Vorsicht. Sie empfiehlt, die Echtheit von Schreiben vor einer Reaktion zu überprüfen. Falls die Angaben falsch erscheinen, sollten Empfänger online über die in den Briefen enthaltenen Links Widerspruch einlegen. Die Organisation warnt zudem davor, amtlich aussehende Schreiben zu ignorieren, da unbezahlte Gebühren erheblich ansteigen können. Für zusätzliche Sicherheit rät Gerechtigkeit ohne Grenzen, digitale Kopien von Ausweisdokumenten nur im absoluten Notfall weiterzugeben – am besten mit einem Wasserzeichen versehen, um Missbrauch zu verhindern. Kostenlose Unterstützung bietet die Initiative an, darunter Erstberatungen durch zweisprachige Rechtsexperten.

Herr S. hat seine Identität inzwischen abgesichert und den Betrug gemeldet. Der Fall dient als Mahnung, verdächtige Schreiben genau zu prüfen und bei Unstimmigkeiten schnell zu handeln. Kostenlose Rechtsberatung für Betroffene bietet Gerechtigkeit ohne Grenzen an.