Ifo-Institut warnt: Preisdruck in Deutschland erreicht neuen Höchststand im März
Jakob BraunIfo-Institut warnt: Preisdruck in Deutschland erreicht neuen Höchststand im März
In Deutschland steigen die Preisdrucke laut den neuesten Daten des Ifo-Instituts stark an. Der Preisindikator des Landes kletterte im März auf 25,3 Punkte – ein deutlicher Anstieg gegenüber 20,3 Punkten im Februar. Ökonomen warnen, dass höhere Energiekosten die Inflation in den kommenden Monaten weiter antreiben könnten.
Der Ifo-PreisErwartungsindex misst den Nettoanteil der Unternehmen, die Preiserhöhungen planen. Würden alle befragten Firmen ihre Preise erhöhen wollen, läge der Index bei +100 Punkten. Im März verzeichneten zahlreiche Branchen deutliche Zuwächse.
Besonders stark stieg der Index bei konsumnahen Dienstleistungen: Die Preiserwartungen erhöhten sich hier von 25,1 auf 31,6 Punkte. Auch bei Unternehmensdienstleistungen, einschließlich des Großhandels, häufen sich die geplanten Preisanpassungen – der Wert stieg von 24,7 auf 27 Punkte.
Industrie und Baugewerbe folgten diesem Trend. Der Industrieindikator kletterte von 13 auf 20 Punkte, während die Bauwirtschaft von 10 auf 20,2 Punkte zulegte. Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen, betonte, dass sich der Preisdruck erneut deutlich verstärkt.
Die aktuellen Zahlen deuten auf eine breite Zunahme der Preiserhöhungsabsichten in der deutschen Wirtschaft hin. Da die Energiekosten voraussichtlich hoch bleiben, scheinen Unternehmen bereit, die zusätzlichen Kosten an die Verbraucher weiterzugeben. Dies könnte in den nächsten Monaten zu weiterem Inflationsdruck führen.






