IKEA revolutioniert sein Geschäft mit Mini-Filialen und setzt auf Online-Handel
Jakob BraunIKEA revolutioniert sein Geschäft mit Mini-Filialen und setzt auf Online-Handel
IKEA stellt sein Ladengeschäft um und setzt künftig auf deutlich kleinere Verkaufsflächen. Das Unternehmen plant, zunächst weltweit 20 dieser kompakteren Filialen zu eröffnen – weitere sollen folgen. Mit der Neuausrichtung will der Möbelriese auf Marktveränderungen reagieren und Standorte erschließen, an denen große Läden nicht realisierbar sind.
Die erste IKEA-Filiale im neuen, kleinen Format hat bereits in Ingolstadt, Bayern, ihre Türen geöffnet. Die neuen Läden umfassen rund 2.950 Quadratmeter – ein Bruchteil der üblichen 35.000 Quadratmeter der klassischen IKEA-Häuser. Sie dienen vor allem als Ausstellungsräume und Beratungszentren, während die meisten Produkte online bestellt werden.
Jede der kleineren Filialen wird etwa 2.650 direkt mitnehmbare Artikel und 1.000 Ausstellungsstücke vorrätig haben. Im Vergleich zu den rund 10.000 Produkten in herkömmlichen IKEA-Einrichtungshäusern ist das eine deutliche Reduzierung. Allein in Deutschland macht der Online-Umsatz des Konzerns bereits fast 1,5 Milliarden Euro aus – das entspricht einem Viertel des gesamten Einzelhandelsertrags.
Das neue Konzept ermöglicht es IKEA, auch in Regionen Fuß zu fassen, in denen große Möbelhäuser kaum rentabel wären. Gleichzeitig passt sich das Unternehmen damit einem schwächeren Möbelmarkt an, indem es ein flexibleres Verkaufsmodell anbietet. Für die künftige Expansion will der schwedische Konzern vorrangig auf das kleinere Filialformat setzen.
