Investitionsbeauftragter warnt vor Enteignungsplänen und Risiken für Deutschlands Wirtschaft
Maximilian BrandtInvestitionsbeauftragter warnt vor Enteignungsplänen und Risiken für Deutschlands Wirtschaft
Deutschland genießt bei ausländischen Investoren weiterhin einen exzellenten Ruf als stabile und verlässliche Volkswirtschaft. Martin Blessing, der Beauftragte der Bundesregierung für ausländische Investitionen, betont jedoch, dass die Regierung dieses positive Image weiter ausbauen müsse. Seine Warnungen kommen zu einer Zeit, in der politische Debatten über Eigentumsrechte und Wohnungsbaupolitik im Ausland Besorgnis auslösen.
Blessing trat sein Amt im September 2025 an, nachdem ihn Bundeskanzler Friedrich Merz ernannt hatte. Als Investitionsbeauftragter warnt er, dass linkspolitische Vorhaben wie Enteignungen eine größere Gefahr für Deutschlands Attraktivität darstellen als der Aufstieg der rechtspopulistischen AfD. Ausländische Investoren, so Blessing, reagierten empfindlicher auf Eingriffe in Eigentumsverhältnisse als auf Erfolge rechtspopulistischer Kräfte.
Besondere Aufmerksamkeit gilt der anstehenden Landtagswahl in Berlin. Die Pläne von Linken und Grünen für staatliche Eingriffe in den Wohnungsmarkt beunruhigen internationale Unternehmen stärker als die Umfragewerte der AfD. Die Erfahrungen Österreichs zeigen, dass eine Regierungsbeteiligung rechtspopulistischer Parteien nicht zwangsläufig Investitionen abschreckt: Die FPÖ ist in regionalen Regierungen vertreten, ohne dass es zu größeren negativen Reaktionen gekommen wäre.
Blessings Botschaft ist klar: Deutschland sollte sein stabiles globales Image nutzen. Für Investoren stehen vor allem politische Weichenstellungen in den Bereichen Eigentum und Besitz im Fokus – weniger Wahlverschiebungen. Linkspolitische Forderungen nach Enteignungen bleiben die größte Sorge für ausländische Unternehmen.






