02 May 2026, 12:17

Junge Talente glänzen mit Musiktheater im Schloss Rheinsberg

Eine Gruppe von Kindern, die auf einer Bühne Musikinstrumente spielen, mit einer Frau in der Mitte, die ein Mikrofon hält, umgeben von Mikrofonständern, einem Banner im Hintergrund und Pflanzen auf der rechten Seite.

Junge Talente glänzen mit Musiktheater im Schloss Rheinsberg

Ein lebendiger Musiktheaterabend brachte 32 junge Menschen aus ländlichen Schulen mit besonderem Förderbedarf zusammen. Unter dem Titel „Könige und Königinnen – Ein musikalischer Coup“ präsentierten die 11- bis 16-Jährigen nach einer intensiven Probenwoche im Schloss Rheinsberg ihr Können. Das Projekt sollte zeitgenössische Musik zugänglich und erlebbar machen – und das mit großem Erfolg.

Eröffnet wurde die Aufführung mit einer triumphalen Ouvertüre des professionellen Musikers Andreas Völk. Seine Zwischenspiele prägten den Abend, der Musik, Bewegung und Erzählkunst vereinte. Ein besonderer Höhepunkt: Eine Gruppe Mädchen schwang selbstbemalte Stäbe, sogenannte Rain Makers, die mit Kieselsteinen gefüllt waren und beim Bewegen ein sanftes, regenartiges Klangbild erzeugten.

Die Stimmung kippte ins Surreale, als eine düstere, traumhafte Szene die Bühne beherrschte: Ein entenartiges Wesen verfolgte und „verschlang“ ein Mädchen – ein unheimlicher Kontrast zu den leichteren Momenten des Abends. Später sorgte dann Ente Kross, ein fiktiver Nachrichtensprecher, für Komik: Er forderte das Publikum auf, eine Nummer mit den Endziffern 6 und 7 anzurufen, und brachte damit Lacher in den Saal.

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Beim großen Finale tanzten die jungen Darsteller:innen selbstbewusst über die Bühne. Ihre lockeren, souveränen Bewegungen zeugten vom Erfolg des Projekts, das ihre Fähigkeiten und ihr Selbstvertrauen stärkte. Die Aufführung war Teil von „Musiktheater 360°“, einer Initiative der Akademie Musik Rheinsberg, die aus „Werkstatt Quillo“ hervorging – einem Programm des Ensemble Quillo, das zeitgenössische Musik in ländliche Regionen trägt.

Anders als im klassischen Theater war hier die Mitwirkung des Publikums ausdrücklich erwünscht – ganz im Sinne des Projekts, das zeitgenössische Musik interaktiv und inklusiv gestalten will.

Für die Lehrkräfte bot der Abend neue Einblicke in die Fähigkeiten ihrer Schüler:innen. Den Kindern mit besonderem Förderbedarf gab er eine Bühne, auf der sie sich wertgeschätzt und eingebunden fühlten. „Könige und Königinnen – Ein musikalischer Coup“ zeigte eindrucksvoll, wie kreative Projekte durch Musik, Bewegung und Zusammenarbeit Selbstvertrauen und Gemeinschaftsgefühl bei jungen Menschen stärken können.

Quelle