Karin Bergmann übernimmt überraschend die Leitung der Salzburger Festspiele
Jakob BraunKarin Bergmann übernimmt überraschend die Leitung der Salzburger Festspiele
Karin Bergmann ist zur neuen künstlerischen Leiterin der Salzburger Festspiele ernannt worden. Die Bekanntgabe folgt auf den Abgang von Markus Hinterhäuser Ende März nach einer Phase ungelöster Konflikte. Bergmann selbst zeigte sich überrascht von dem Angebot und hatte sich nicht offiziell um die Position beworben.
Markus Hinterhäuser verließ sein Amt Ende März offiziell. Die genauen Umstände seines Rücktritts bleiben unklar, und Bergmann kritisierte die mangelnde Transparenz. Sie erklärte, dass die Unklarheiten den Eindruck von Chaos erweckt hätten.
Bergmann beschrieb ihr Arbeitsverhältnis zu Hinterhäuser als rein professionell. Eine enge private Freundschaft wies sie zurück – trotz gegenteiliger öffentlicher Andeutungen von seiner Seite. Als neue Direktorin plant sie, die musikalische Ausrichtung des Festivals beizubehalten, das Theaterangebot jedoch auszubauen.
Grundsätzlich befürwortet sie zwar Frauenquoten, doch ihrer Meinung nach sollte die nächste Festivalleitung allein nach Leistung ausgewählt werden. Zudem setzt sie sich für eine stärkere Vertretung von Theaterregisseuren im Kuratorium der Festspiele ein.
Die Festspielpräsidentin Kristina Hammer wird bei der offiziellen Eröffnung am 26. Juli nicht sprechen. Bergmann übernimmt mit einer klaren Vision für Kontinuität und Wachstum im Programm. Ihr Fokus liegt darauf, sowohl die künstlerischen Maßstäbe als auch die Governance-Strukturen zu stärken.






