KSI in der Kritik: Altes YouTube-Video mit Gewalt-Witz sorgt für Empörung
Paul MeyerKSI in der Kritik: Altes YouTube-Video mit Gewalt-Witz sorgt für Empörung
Ein im Jahr 2017 veröffentlichtes YouTube-Video, das nun wieder aufgetaucht ist, hat dem Britain’s-Got-Talent-Juror KSI Kritik eingebracht. In dem Clip macht der Influencer einen Witz darüber, eine schwangere Frau zu schlagen – als Reaktion auf den Rat seiner Mutter, Verhütungsmittel zu verwenden. Die Äußerung hat scharfe Verurteilung durch eine Organisation gegen häusliche Gewalt ausgelöst und eine Entschuldigung von seinem Team zur Folge gehabt.
In dem Video ist zu sehen, wie KSI’s Mutter ihn drängt, ein Kondom zu benutzen. Daraufhin antwortet er, er werde „dem Baby einen Schlag versetzen“, falls eine Frau stattdessen schwanger werde. Der bereits Jahre zurückliegende „Scherz“ ist nun im Zuge erneuter öffentlicher Prüfung wieder in den Fokus gerückt.
Die Hilfsorganisation Women’s Aid, die Überlebende häuslicher Gewalt unterstützt, bezeichnete die Bemerkung als tief verantwortungslos. Solche „Witze“ verharmlosten demnach Gewalt gegen Frauen und normalisierten schädliches Verhalten, so die Kritik.
Eine KSI-nahe Quelle gab zu, dass die Äußerung „dumm und falsch“ gewesen sei. Man bedauere das Video und räume ein, dass es anstößig sei. Nicht zum ersten Mal sieht sich der YouTuber mit Rückschlägen konfrontiert: 2023 zog er sich vorübergehend aus den sozialen Medien zurück, nachdem in einem anderen Satire-Clip eine rassistische Bemerkung gefallen war.
Die Kontroverse wirft erneut Fragen zu KSI’s früheren Inhalten auf. Women’s Aid betont, dass gewaltverherrlichende „Witze“ die Schwere von Misshandlung verharmlosen können. Unterdessen distanziert sich das Team des Influencers von der Äußerung und bezeichnet sie als Fehler.






