La Scala erhöht Preise für 36 Plätze – Proteste der "Loggionisti" entbrennen
Paul MeyerLa Scala erhöht Preise für 36 Plätze – Proteste der "Loggionisti" entbrennen
Mails La Scala erhöht Preise für 36 Plätze in der zweiten Galerie um über 30 Prozent
Das Mailänder Opernhaus La Scala hat die Ticketpreise für 36 Sitze in seiner zweiten Galerie um mehr als 30 Prozent angehoben. Die Maßnahme hat Proteste unter treuen Besuchern ausgelöst, insbesondere bei den „Loggionisti“ – den Stammgästen der oberen Ränge. Das bereits jetzt teuerste Theater Europas sieht sich nun mit Widerstand gegen den drastischen Preisanstieg für eine vergleichsweise kleine Anzahl von Plätzen konfrontiert.
Betroffen sind vor allem Abo-Sitze, deren Kosten von 800 auf 1.050 Euro steigen. Während der Premiere von Verdis „Carmen“ kam es zu Protesten, als aus den oberen Rängen Flugblätter gegen die Preiserhöhung geworfen wurden. Die Theaterleitung begründete die Anpassung mit anstehenden Tarifverhandlungen und dem Umzug der Werkstätten in den Stadtteil Rubattino.
Die Führung der Scala versucht, die Kontroverse herunterzuspielen. Man betont, dass nur ein winziger Teil der Sitze betroffen sei und die durchschnittlichen Preiserhöhungen ansonsten minimal ausfielen – lediglich 1,48 Euro pro Ticket zwischen den Spielzeiten 2025/26 und 2026/27. Zudem bestätigte das Theater, derzeit einen Überschuss zu erwirtschaften, und versprach unter der Leitung von Intendant Fortunato Ortombina keine weiteren Preiserhöhungen.
Trotz des begrenzten Umfangs der Anpassung stößt die Preiserhöhung auf Kritik. La Scala bleibt das teuerste Theater Europas, nur vom Salzburger Festspiele übertroffen. Die Zusicherung der Leitung, auf weitere Erhöhungen zu verzichten, könnte bei Stammbesuchern jedoch für etwas Beruhigung sorgen.






