Legendäres Provence-Hotel Lou Calen feiert Comeback nach 20 Jahren Verfall
Paul MeyerLegendäres Provence-Hotel Lou Calen feiert Comeback nach 20 Jahren Verfall
Ein historisches Hotel in der Provence eröffnet nach Jahrzehnten des Verfalls neu – und verbindet glanzvolle Vergangenheit mit modernem Luxus
Lou Calen, einst ein geliebter Rückzugsort für Stars wie David Bowie und Pink Floyd, heißt nun eine neue Generation von Gästen willkommen. Die Wiedergeburt des Hauses verdankt sich einem kanadischen Unternehmer, der aus dem verfallenen Anwesen eine ganzjährige Kulturdestination gemacht hat.
Die Geschichte von Lou Calen begann 1944, als die damals zehnjährige Huguette Caren anlässlichen der Befreiung von Cotignac von einem amerikanischen Soldaten einen Ring geschenkt bekam. Jahrzehnte später kaufte sie ein Haus neben einem Nonnenkloster im Dorf und verwandelte es 1972 in ein Hotel mit Restaurant. Im Laufe der Jahre entwickelte sich der Ort zu einem Treffpunkt internationaler Prominenz – darunter David Bowie und Mitglieder von Pink Floyd.
1999 schloss das Hotel seine Pforten und stand über 20 Jahre lang leer. 2015 erwarb der kanadische Unternehmer Graham Porter das Anwesen und begann mit einer umfassenden Sanierung. Er fügte eine Bar, ein Kunstzentrum, ein mit dem Michelin Grünen Stern ausgezeichnetes Restaurant sowie neue Gästezimmer hinzu, um das Hotel das ganze Jahr über attraktiv zu halten. Heute zieht Lou Calen ein internationales Publikum an, mit den meisten Gästen aus den USA.
Huguette, mittlerweile in ihren 90ern, bleibt der Legende des Hotels verbunden. Sie eröffnete sogar ein Restaurant in Palm Springs, wo sie den amerikanischen Soldaten wiedertraf, der ihr als Kind den Ring schenkte. Ihr Kochbuch "Huguette Carens Kochbuch: Traditionelle provenzalische Küche" bewahrt ihr kulinarisches Erbe.
Aus einer historischen Herberge ist ein lebendiges Kulturhotel geworden. Mit seiner Mischung aus Kunst, Haubengastronomie und Tradition zieht Lou Calen Gäste aus aller Welt an. Huguette Carens Einfluss prägt das Haus noch immer – und sorgt dafür, dass seine Geschichte auch für künftige Generationen weiterlebt.






