Leroy Sané zwischen Kritik und Rückhalt: Warum die Nationalmannschaft-Debatte eskaliert
Maximilian BrandtLeroy Sané zwischen Kritik und Rückhalt: Warum die Nationalmannschaft-Debatte eskaliert
Die Debatte über Leroy Sanés Platz in der deutschen Nationalmannschaft hat ungewöhnlich scharfe Züge angenommen. Obwohl er maßgeblich zum Erfolg der deutschen WM-Qualifikation beigetragen hat, entzündet sich ein Großteil der Kritik an seiner Person. Sein Wechsel zu Galatasaray Istanbul hat die Diskussionen zusätzlich angeheizt.
Sané spielte eine zentrale Rolle bei der Sicherung des deutschen WM-Tickets 2022. Im November 2022 erzielte er im entscheidenden Spiel gegen die Slowakei zwei Tore und bereitete ein weiteres vor. Doch selbst nach dem Siegtreffer im Testspiel gegen die USA blieben Zweifel an seiner Form bestehen.
Die Kritik riss auch nach dem 7:1-Sieg gegen Curaçao nicht ab. Einige Beobachter warfen ihm vor, seine Leistungen in der türkischen Liga würden nicht den Erwartungen entsprechen. Manche Kritiker gingen sogar so weit zu behaupten, sein Vereinswechsel habe seine Nationalmannschaftskarriere beendet.
Trotz der Vorwürfe erhält Sané deutliche Rückendeckung. Mannschaftskapitän Joshua Kimmich und Bundestrainer Julian Nagelsmann verteidigten ihn öffentlich und hoben seine Laufbereitschaft sowie defensive Stärken hervor. Auch Ex-Nationalkapitän İlkay Gündoğan meldete sich zu Wort und warnte, dass ständige Kritik einen kreativen Spieler wie Sané ausbremsen könne.
Die Aufmerksamkeit für Sané bleibt ungewöhnlich groß, die Meinungen über seinen Nutzen für die Mannschaft sind gespalten. Sowohl seine früheren Verdienste als auch seine aktuellen Schwierigkeiten prägen die anhaltende Diskussion. Und diese zeigt keine Anzeichen einer Beruhigung – nicht einmal vor dem anstehenden WM-Turnier.
